Kropp : Großes Tamtam für Geschwader-Freunde

Kommodore Oberst Michael Krah lobte das Engagement von Reinhard Müller, der nach 20-jähriger Tätigkeit als Bürgermeister von Kropp in den Ruhestand verabschiedet wurde.
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Kommodore Oberst Michael Krah lobte das Engagement von Reinhard Müller, der nach 20-jähriger Tätigkeit als Bürgermeister von Kropp in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Soldaten und Kommodores verabschieden Reinhard Müller und Monika von Hassel erhält Verdienstkreuz der Bundeswehr in Gold

shz.de von
10. Januar 2015, 07:45 Uhr

Ein Verabschiedung ohne viel Tamtam wäre ihm Recht gewesen. Tugendhafte Bescheidenheit – das zeichnet Reinhard Müller aus, der nun nach 20-jähriger Tätigkeit als Bürgermeister der Gemeinde Kropp mit einer Feierstunde von der Bundeswehr in der Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne verabschiedet wurde. „Mit einem kleinen Tamtam musst du aber schon rechnen. Welche hohe Bedeutung dieser Tag für uns hat, zeigt sich alleine schon an den vielen honorigen Gästen, die dir danken möchten“, sagte Kommodore Oberst Michael Krah vor rund 100 Zuhörern, darunter gleich vier ehemalige Kommodores des Geschwaders: Aarne Kreuzinger-Janik, Jochen Both, Thorsten Poschwatta und Hans-Jürgen Knittlmeier. Alle waren sich einig, dass sie ihrem Freund und Wegbegleiter Reinhard Müller nebst Ehefrau Rita gemeinsam einen feierlichen Abschied in den Ruhestand bescheren wollten.

Unter dem Motto „kurz ist der Abschied für eine lange Freundschaft“ fanden alle Kommoderes lobende Worte für Müller. „Heute ist nur ein Abschied als Bürgermeister. Als Mensch bist du weiterhin immer herzlich willkommen“, sagte Krah. Unisono lobten die Kommodores Müllers Engagement und Verbundenheit zum Geschwader. „Du hast uns und unseren Soldaten das Gefühl gegeben, dass wir dazu gehören und ein Teil der Gemeinde Kropp sind. Eine vorbildliche Haltung. Das Geschwader ist dir zu großem Dank verpflichtet“, sagte Krah und wandte sich an Müller, der sich wiederum bescheiden und von so viel Lob gerührt zeigte. „Was soll ich dazu sagen. Ich bin doch nur ein kleiner Bürgermeister aus Kropp. Und dann spielt hier auch noch so eine tolle Kapelle für mich“. Musikalisch wurde die Feierstunde mit Kammermusik von fünf Musikern des Kieler Marinemusikkorps umrahmt.

Aber Müller „musste“ nicht alleine im Rampenlicht des Abend stehen. Auch für Dr. Monika von Hassel gab es warmherzige Worte der Angehörigen des Geschwaders. Die Witwe des Kasernen-Namensgebers war von so viel Ehre überrascht. Sie hatte nicht geahnt, dass sie ebenso wie Müller eine Hauptrolle an diesem Abend spielen würde. Als Dank für ihre langjährige Verbundenheit und erbrachte Leistungen zum Wohle der Soldaten des Geschwaders wurde Monika von Hassel das Verdienstkreuz der Bundeswehr in Gold verliehen. Als eine seiner letzten Amtshandlungen hatte Ex-Kommodore Hans-Jürgen Knittlmeier die Auszeichung des Verteidigungsministeriums auf den Weg gebracht. Von Hassel freute sich über die persönlichen Worte in der Laudatio Knittlmeiers. „Wir nennen sie liebevoll die Patentante des Verbandes, die sich um das Wohl der Soldaten kümmert. Monika von Hassel hat sich durch beispielhaftes Handeln verdient gemacht. Sie schafft es immer wieder, die Normen und Werte ihres verstorbenen Mannes in die heutige Zeit zu transportieren“, sagte Knittlmeier. „Ich tue einfach meine Pflicht als christlich erzogener Mensch und freue mich über das Vertrauen des Verbandes. Ich bedanke mich für die Freundschaft. Ich weiß ihren Dienst, den sie hier täglich leisten, zu schätzen“, sagte von Hassel.

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