Gewerbegebiet Schleswig/Schuby : Großer Bahnhof für ein großes Schild

Werbung an der Straße: Landrat Wolfgang Buschmann (vorn links), Wireg-Chef Burkhard Otzen (2. v.r.), Verbands-Vorsitzender Helmut Ketelsen (M.) und seine Stellvertreter Arthur Christiansen (2. v.l.) und Stefan Ploog (r.).
Werbung an der Straße: Landrat Wolfgang Buschmann (vorn links), Wireg-Chef Burkhard Otzen (2. v.r.), Verbands-Vorsitzender Helmut Ketelsen (M.) und seine Stellvertreter Arthur Christiansen (2. v.l.) und Stefan Ploog (r.).

Auf auf dem Gelände des Interkommunalen Gewerbegebiets wurde gestern ein Bausschild eingeweiht.

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04. Juni 2015, 07:00 Uhr

Feierstimmung auf dem Gelände des Interkommunalen Gewerbegebiets Schleswig-Schuby. Zwei Dutzend Vertreter aus den beteiligten Kommunen, Firmen und Behörden waren gestern auf die Baustelle gekommen, um Zusammenhalt zu demonstrieren und das neue Bauschild an der Bundesstraße zu feiern. Und es ist ein großes Schild geworden, auf dem pflichtgemäß auf die Fördermittel der EU hingewiesen wird, das aber vor allem mithelfen soll, das Gewerbegebiet mit Leben zu füllen. Denn bisher ist noch kein Grundstück auf der 40 Hektar großen Fläche verkauft. Es gibt eine Reservierung und drei Unternehmen, mit denen man verhandelt – und darüber hinaus „reges Interesse“, erläuterte Burkhard Otzen, Interims-Chef der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wireg, die für die Vermarktung zuständig ist.

Im Herbst soll das Gewerbegebiet so weit erschlossen sein, dass sich die ersten Unternehmen ansiedeln können. Da täte ein konkretes Erfolgserlebnis gut.

Helfen soll dabei das Schild. „Jetzt sieht man auch von der Straße aus, dass hier kein Amphitheater gebaut wird“, erläuterte Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen in gewohnt anschaulicher Art. „Für ein so riesiges Gebiet kann man eben nicht mit einem Schild im DIN-A4-Format werben.“ Auch Landrat Wolfgang Buschmann steht zu den Dimensionen der Plakatwände, für die sogar statische Untersuchungen notwendig waren: „Klotzen, nicht kleckern“, beschrieb er.

Burkhard Otzen ist überzeugt davon, dass das Schild tatsächlich einen Werbenutzen hat und Unternehmen neugierig auf die Fläche macht. Schließlich seien auf der Straße Fahrzeuge unterwegs – und jetzt könnten die Fahrer selbst bei Tempo 70 leicht entziffern, dass sie hier auch kleinere Flächen erwerben können.

Die Arbeiten auf dem Gelände des Interkommunalen Gewerbegebiets schreiten planmäßig voran. Bei der Besichtigungstour kamen die Teilnehmer ohne Gummistiefel aus – und noch in dieser Woche wird die Haupterschließungsstraße asphaltiert. „Auch das ist wichtig für die Vermarktung“, sagte Otzen, „denn es ist immer schwer, über einen grünen Acker zu verhandeln“.

Dass es noch zu keinen Vertragsabschlüssen gekommen ist, erklärte der Wireg-Chef auch mit den Ansprüchen der Gesellschafter: „Wir hatten schon Anfragen von acht Tankstellen – die wollen wir aber nicht. Wir nehmen nur Unternehmen, die zu diesem Standort passen und Arbeitskräfte bringen.“

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