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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 02:14 Uhr

Großeinsatz reibungslos gemeistert

vom

Ein Flugzeugabsturz war das Szenario für eine gemeinsame Übung ziviler Einsatzkräfte mit den Rettungskräften des Jageler Flugplatzes

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Jagel | Glücklicherweise war es nur eine Übung - dennoch bot sich den 130 Einsatzkräften der Feuerwehren des Amtes Haddeby, dem Katastrophenschutz des Kreises, den Rettungssanitätern und der Hundestaffel der Johanniter auf dem Flugplatz Jagel ein realitätsnahes Bild des Schreckens: Zahlreiche "verletzte" Personen galt es nach einem inszenierten Flugzeugabsturz zwischen den auf dem großflächigen Flugplatz-Areal herumliegenden Wrack- und Trümmerteilen einer "Dornier 28" und verunglückten Fahrzeugen zu finden und per technischer Hilfeleistung mit schwerem Gerät zu bergen, zügig Leben zu retten und den Brand einer Lagerhalle zu bekämpfen. Kurz: Für die militärischen und zivilen Einsatzkräfte gab es richtig viel zu tun.

In der groß angelegten Alarmübung hatten Flugsicherheitsstabsoffizier Helge Behrens, der Leiter der Flugplatzfeuerwehr, Brandamtmann Bernt Tudsen, und Peter Emeling von der Flugsicherung zuvor ein erschreckend realistisch dargestelltes Szenario mit zahlreichen verletzten Personen vorbereitet. Mit der Alarmierung "Flugzeugabsturz" forderte die Flugplatzfeuerwehr des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann" die Hilfe der Brandschützer aus Busdorf, Dannewerk, Klein-Rheide, Jagel und Lottorf an - und diese erreichten trotz Straßenbauarbeiten und hohem Verkehrsaufkommen im Feierabendverkehr zügig das abgeschirmte Militär-Gelände.

Für etliche Einsatzkräfte war es der erste Besuch bei den Immelmännern - und so erleichterte der Lageplan des 600 Hektar umfassenden Geländes, den ihnen das Wachpersonal am Eingang in die Hand drückte, die Suche nach dem Sammelplatz.

Gemeinsam meisterten die Retter die an sie gestellten Aufgabe zügig und mit Bravour. Dabei stellte die Kommunikation der Einsatzleiter der militärischen und zivilen Kräfte wegen nicht kompatibler Funk-Frequenzen eine besondere Herausforderung dar - mit Hilfe einer Kommunikations-Einrichtung im Zentrum des Geschehens verlief die Funkanbindung vor Ort jedoch für alle Beteiligten reibungslos. Beeindruckend: Labrador "Pelle" und Schäferhund-Mix "Fiete", die Rettungshunde der Johanniter, spürten die beiden "verletzten" Piloten im Wirrwarr ihrer geöffneten Fallschirme im dunklen Unterholz eines abgelegenen Waldstückes in Windeseile auf und schlugen lautstark Alarm. Die Rettung mit der Schleifkorbtrage durch die Feuerwehren erfolgte ebenso zügig.

Auch die Flugplatz-Notärztin Lydia Rutsch behielt den Überblick - gemeinsam mit Bundeswehr-Fliegerarzt Dr. Michael Ruppel und zahlreichen Sanitätern versorgte sie die verunglückten Personen. Der Anblick des Szenarios mit präparierten Dummies war nichts für schwache Nerven. Am Ende des rund zweistündigen Einsatzes gab es viel Lob und Dank für sämtliche Einsatzkräfte - und das von beiden Seiten. "Die gemeinsame Übung war eine gelungene Sache. Jeder hatte etwas zu tun. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für den Einsatz", sagte Einsatzleiter Behrens in der Nachbesprechung des Briefings. "Das hat sehr gut funktioniert und die technische Hilfe erfolgte zügig", zeigte sich auch AG-51-Feuerwehrchef Tutsen zufrieden.

"Klare Lage. Klarer Auftrag. Keiner hat sich gelangweilt", meinte Gemeindewehrführer Kay-Michael Heil aus Busdorf. Und Florian Danker, Oberfeldwebel und Ausbilder in der Sanitätsstaffel im AG 51, fügte hinzu: "Beide Seiten können voneinander lernen."

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