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Schleswig : Große Pläne für Wohnungen an den Königswiesen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Architekt Paul Sindram hat im Rathaus ein Modell für 140 Wohnungen vorgestellt. Wann sie gebaut werden, ist noch offen.

von
erstellt am 10.Apr.2015 | 16:27 Uhr

Auf einer der größten Brachflächen in der Innenstadt sollen in den kommenden Jahren bis zu 140 Wohnungen entstehen. Es geht um das Gelände zwischen der Brauerei an der Königstraße und den Königswiesen. Architekt Paul Sindram hat seine Pläne jetzt vor dem Bauausschuss vorgestellt und stieß bei den Mitgliedern auf wohlwollendes Interesse. Die Fläche gehört schon sein vielen Jahren seiner Mutter Sybille Schmid-Sindram, und diese hatte bereits zu Beginn der Landesgartenschau 2008 angekündigt, dass ihr Sohn Entwürfe für eine Wohnbebauung vorlegen werde, die „dem schönen Standort gerecht werden“. Als sie vor drei Jahren das Brauereigebäude kaufte, nannte Schmid-Sindram Anfang 2013 als Baubeginn. Entstanden ist bisher nur das markante weiße „Zwei-Grad-Haus“, ein Vorzeigeobjekt des Fenster-Herstellers Schüco, in dem Paul Sindram sein Büro hat. „Diesem Solitär wollen wir nun städtebaulichen Halt geben“, sagte der Architekt. Auch die innovative Fassadentechnik mit Solar-Modulen möchte er aufgreifen. Ein Datum für den Baubeginn nannte er nicht, verriet aber: „Es soll in einem Rutsch durchgebaut werden.“ Die Arbeiten würden nicht länger als zweieinhalb bis drei Jahre dauern.

Den Kern der geplanten Bebauung bilden drei Appartementhäuser, die sich zu den Königswiesen hin V-förmig öffnen und ungefähr so hoch wie das Zwei-Grad-Haus mit seinen drei Etagen sein werden. Weitere kleinere Gebäude sollen zwischen dem Zwei-Grad-Haus und der Domschule entstehen. „Wir wollen Abstand nehmen von Klinkern und arbeiten mit hellen, freundlichen Fassadentafeln, mit Einschnitten und Loggien“, verriet er.

Für die Erschließung plant Sindram eine Stichstraße, die hinter der Brauerei entlang verläuft und gegenüber der Poststraße über den Strandweg in die Königstraße mündet. Der Parkplatz ist am nördlichen Ende des Grundstücks vorgesehen und reicht direkt bis an die Mauern der Brauerei mit dem Restaurant „Luzifer“. „Für eine Tiefgarage ist der Boden so nah am Schleiufer nicht geeignet“, sagte Sindram. So möchte er dem Gebäudekomplex mit einem großzügig angelegten Vorplatz auch zu einem eigenen Charakter verhelfen.

Die Wohnungen sollen ganz unterschiedlichen Menschen ein Zuhause geben, betonte er. An Senioren denkt er dabei ebenso wie an junge Familien. Das Spektrum reicht von Ein-Zimmer-Wohnungen mit 35 Quadratmetern bis zu Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen, deren 100 Quadratmeter sich auf zwei Etagen erstrecken können. Darüber, was die Wohnungen kosten sollen und wie viel Geld die Sindrams in das Vorhaben investieren, wurde noch nicht geredet.

Zur Sprache kam aber der „Waterkant-Platz“ an der Königstraße, auf dem Paul Sindram einen Werbecontainer aufgestellt hat, gegen den Bürgermeister Arthur Christiansen im vergangenen Herbst vorzugehen drohte. Sybille Schmid-Sindram hatte damals über mangelnde Kooperationsbereitschaft im Rathaus geklagt und angekündigt, statt in Schleswig erst einmal weiter in Kiel zu investieren.

Die Wogen scheinen inzwischen geglättet. Auf dem Waterkant-Platz soll nun ein kleines Dienstleistungszentrum entstehen, das im Erdgeschoss auch Platz für ein Ladengeschäft bietet.

 

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