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Schleswiger Nachrichten

23. September 2017 | 00:22 Uhr

Große Feste an Förde und Schlei

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rumregatta in Flensburg, Heringstage in Kappeln: Traditionelle Veranstaltungen mit maritimem Flair

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 18:25 Uhr

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert versammeln sich zur Rumregatta historische Schiffe im Flensburger Hafen. Die Veranstaltung zählt im nordeuropäischen Raum zum größten Treffen von historischen Arbeitsschiffen. Die Veranstalter erwarten bis zu 120 gaffelgetakelte Schiffe. Mittlerweile ist die Rumregatta, die morgen beginnt und bis zum Sonntag am Hafen gefeiert wird, nicht mehr nur ein Fest der Segler für Segler, sondern auch ein Publikumsmagnet für die Region.

Das große Fest beginnt langsam: Am morgigen Donnerstag öffnen bereits die Stände des Gaffelmarktes. Die Schiffe zeigen sich allerdings erst ab Freitag. Dann starten die Museumssegler von Sønderborg um 11 zur Flensburg-Fjord-Regatta. Um 12 Uhr fällt im Flensburger Innenhafen der Startschuss zur Lüttfischer-Regatta – drei Wettfahrten, die alle direkt vom Hafenkai beobachtet werden können.

Sonnabend ist der Tag der eigentlichen Rumregatta: 9 Uhr Skipperbesprechung im Gaffelzelt, 10 Uhr Ablegen und um 11 Uhr Start in der Wasserslebener Bucht. Start- und Zielschiff wird das historische Motorschiff „Gesine“ sein. Wenn der Wind es zulässt, wird bis 17 Uhr gesegelt. Lustig wird es anschließend bei der berühmt-berüchtigten „Preisvergeudung“ am Bahlwerk des Museumshafens. Dort gibt es für die Teilnehmer zur Freude der Zuhörer deftige Sprüche und überraschende Preise. Wer mitsegeln will, kann sich unter www.rumregatta.de anmelden, telefonisch unter 0461/18291801 im Büro des Historischen Hafens.

Fester Bestandteil des Rumregatta ist der Gaffelmarkt am Bohlwerk. Dort lassen sich Traditionshandwerker, Kunst- und Kulturaktivitäten, Musik auf Augenhöhe, viele Kleinigkeiten und Schleckerbuden finden.

Der völkerverbindende Gedanke der Seefahrt wird in das Marktgeschehen hineingetragen: Erstmalig haben die Veranstalter drei eigene Marktstände bauen lassen, die von Kulturschaffenden genutzt werden können. Bei dieser Rumregatta präsentieren sich in den Kulturhütten: die Flüchtlingshilfe Flensburg, die deutsch-griechische Gemeinde Flensburg, der Förderverein Elbkutter Greta. Wie immer laufen zur Unterhaltung Kapellen auf dem Markt und bieten handgemachte Musik.

Am Sonnabend spielen ab 13 Uhr im Gaffelzelt die dänischen Orchester „Juniorstrygene“, das Harmonieorchester Helt Blæst und das Querflötenensemble Siblios. Einige Schiffe können während des Festes besichtigt werden. Näheres am Museumshafen-Infostand.

Im Anschluss an die Rumregatta und die Preisvergeudung findet am Sonnabend im Gaffelzelt um 19.45 Uhr die öffentliche Probe des Gaffelorchesters „Jekami“ für jedermann statt. Die Gaffelparty beginnt gegen 21 Uhr.

Auch Kunst bietet die Rumregatta. Der französische Künstler Mickael Eymann hat im vergangenen Jahr seine Eindrücke in Form von Skizzen und Zeichnungen auf Bierdeckeln festgehalten. Die Ausstellung dazu findet ab Freitag im Schifffahrtsmuseum statt.

Die Heringstage in Kappeln (Donnerstag bis Sonntag) sind traditionell der Besuchermagnet der Schleistadt. Die Voraussetzungen für gelungene Heringstage sind vielversprechend. „Wir haben eine schöne Mischung“, sagt Organisator Jürgen van Schöll 80 Schausteller und Markthändler sorgen für Abwechslung rund um den Hafen. Als besondere Attraktion sieht er am Freitag ab 15 Uhr wieder auf das Lok-Trekken am Südhafen. Dort ziehen Teams aus der Region eine Zugmaschine über eine Strecke von 50 Metern am Seil –nichts für schwache Muskeln.

Diesmal wird bei den Heringstagen auch die Marine wieder mit im Boot sitzen. Das knapp 30 Meter lange Sicherungsboot „Todendorf“ wird auf Höhe des Hafenmeisterhäuschens festmachen und lädt während des gesamten Stadtfestes täglich von 10.30 bis 16 Uhr zum „open ship“ ein. Überhaupt ist diesmal das Wasserprogramm sehr groß ausgefallen. Denn Besichtigungsmöglichkeiten gibt es auch für die „Lisa von Lübeck“, die Rekonstruktion eines 600 Jahre alten Seglers, sowie für den Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ aus Maasholm. Darüber hinaus bieten die „Lisa von Lübeck“ und die „MS Gotland“ auch Kurztörns an.

Bei der Musik bleibt es bei der Zweiteilung. Die Bühne 2 am Südhafen gehört der Jugend. Die Bühne 1 am Nordhafen bei der sogenannten „Haifischbar“ bedient dagegen den familiären Geschmack. „Für die Unterhaltung ist gesorgt“, meint van Schöll. Am Sonnabend startet um 14.30 Uhr die Kinderdisco mit DJ Flo. Liebhaber von Shanty-Chören kommen Freitag und Sonntag auf ihre Kosten, dazu gibt es Matjes-Angebote beziehungsweise Labskaus. In puncto Essen bieten Auszubildende des Kreisverbandes des Deutschen Hotellerie- und Gaststättenverbandes von Freitag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr Brathering an. Die Innenstadt ist für das Kinderprogramm reserviert. Ob Goldwaschen am Deekelsenplatz, Kinderschminken am Rathausplatz oder Luftballon-Weitflugwettbewerb bei der Stadtbücherei – dort gibt es eine Menge zum Zuschauen oder Mitmachen. Alle Geschäfte der Innenstadt haben sind geöffnet. Die Tage beginnen wie üblich mit der Heringswette der Prominenz. Dazu hat sich dieses Mal auch Ministerpräsident Torsten Albig angesagt.

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