Unfall auf der L39 : Groß Rheide: Motorradfahrer stirbt – Mutter und Sohn schwer verletzt

Großeinsatz im Kreis Schleswig-Flensburg: Ein Motorrad und ein Auto prallen aufeinander. Für den Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät.

shz.de von
03. Juli 2015, 18:16 Uhr

Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Groß Rheide im Kreis Schleswig-Flensburg ist am Freitagnachmittag ein etwa 30 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Eine Frau und ihr Sohn wurden schwer verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr der Motorradfahrer die L39 von Groß Rheide kommend in Richtung Dörpstedt, als er zum Überholen einer Fahrzeugkolonne ansetzte. Die Fahrerin eines in der Gegenrichtung fahrenden Ford wollte auf Höhe eines Feldweges nach links abbiegen um ihr Fahrzeug zu wenden. Beim Abbiegen prallte der Motorradfahrer mit großer Wucht in die Beifahrerseite des Fords und wurde regelrecht in das Fahrzeug geschleudert. Der Aufprall war so heftig, dass die hintere rechte Tür des Ford aus der Verankerung gerissen wurde.

Ersthelfer und Unfallzeugen waren sofort zur Stelle und kümmerten sich um die Unfallbeteiligten. Da sowohl der Motorradfahrer als auch der Sohn auf dem Beifahrersitz nach dem Unfall eingeklemmt waren, wurden neben mehreren Rettungswagen und Notärzten auch die umliegenden Feuerwehren alarmiert. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 42 aus Rendsburg wurde angefordert. „Die Feuerwehr Groß Rheide und die Feuerwehr aus Kropp wurden zur technischen Hilfe alarmiert“, berichtet der Einsatzleiter der Feuerwehr Hauke Thede, „die Kameraden der Wehr aus Kropp haben mit schwerem hydraulischen Rettungsgerät den Motorradfahrer und den Sohn der Fahrerin aus dem Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben.“

Für den Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. Trotz Reanimationsversuchen von Notärzten und Rettungsdienst starb der Mann noch an der Unfallstelle. Der Motorradfahrer war nach Informationen der Polizei ohne Schutzkleidung unterwegs, er soll lediglich einen Helm getragen haben. Die Fahrerin des Ford sowie ihr Sohn auf dem Beifahrersitz wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Der Junge wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, die Mutter mit dem Rettungswagen gefahren.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde von der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger angefordert. Die L39 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der anschließenden Unfallaufnahme für mehrere Stunden voll gesperrt.

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