Griff in die Rücklage ist unvermeidlich

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18. Februar 2011, 09:11 Uhr

Kiesby | Auch die Gemeinde Kiesby schafft es nicht, die Jahresausgaben vollständig aus den laufenden Einnahmen zu decken. Um den Gesamtbetrag der Aufwendungen in Höhe von 165 400 Euro aufzubringen, müssen 8900 Euro aus der Finanzaus gleichsrücklage zugeschossen werden. 25 000 Euro als Beteiligung am gemeindeübergreifenden Breitbandausbau im Amt, 2500 Euro als Beteiligung am Umbau der Gemeinschaftsschule Süderbrarup und 4000 Euro zur Anschaffung einer Lüftungsanlage für das Dörpshuus sind als Investitionen vorgesehen.

Für den Brandschutz machte man bei der Verabschiedung des Feuerwehrbedarfsplans Nägel mit Köpfen. "70 Prozent unserer Feuerwehrleute sind über 50 Jahre alt", sorgte sich Bürgermeister Klaus Horstmann um den Nachwuchs. Das Problem sei durch verstärkte Werbung bei Jugendlichen kaum zu lösen. Deshalb habe man die Förderung der Zusammenarbeit der Wehren im Bezirk Boren - das sind Ketelsby, Lindau, Boren, Ekenis und Kiesby - mit in den Bedarfsplan aufgenommen, da ein flächendeckender Brandschutz nur gemeinsam zu gewährleisten sei. Eckpunkte dieser Zusammenarbeit seien der Aufbau einer gemeinsamen Atemschutzgruppe sowie die Erarbeitung eines Konzeptes für die gemeinsame Anschaffung eines wasserführenden Fahrzeugs im Teilamtsbezirk Boren.

Ein Bericht von Bürgermeister Horstmann über die Amtsfinanzen löste eine breite, kontroverse Diskussion aus. "Wir wollen die Grundschulen solange erhalten, wie entsprechende Schülerzahlen vorhanden sind", fasste Horstmann zusammen. Doch für die Zusammenlegung des Amtes zu einer Großgemeinde Süderbrarup gebe es nur wenige positive Stimmen.

Der SSC Kiesby wird mit 120 Euro, die MS-Gruppe Süderbrarup/Kappeln mit 100 Euro, der Verein Frauenzimmer Kappeln mit 50 Euro sowie der Kulturverein Rundum mit 75 Euro unterstützt. Außerdem fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, sich nicht an der Schleswig-Holstein Netz AG zu beteiligen.

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