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Schleswiger Nachrichten

18. August 2017 | 11:32 Uhr

Gottorfer Landmarkt mit Seeadler-Watching

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Guido Wendt strahlte über das ganze Gesicht, als er gestern ein erstes Fazit der Vorbereitungen für den Gottorfer Landmarkt zog. „Bei den Anmeldungen haben wir die Zahl 100 erreicht“, verkündete der Kaufmännische Geschäftsführer der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen stolz. „Es sind tolle Aussteller dabei. Der Gottorfer Landmarkt wird so stattfinden, wie wir ihn aus den vergangenen Jahren kennen“, versprach Wendt Kontinuität für die 16. Auflage des Öko-Marktes am 17. Mai (10 bis 18 Uhr) auf der Schlossinsel.

„Noch vor vier Wochen waren wir uns nicht so sicher“, räumte der Gottorf-Chef ein. Denn nach dem Streit mit dem bisherigen Ausrichter und Mitbegründer des Marktes, dem Flensburger Michael Reinhardt, war es lange Zeit ungewiss, wie es mit der Bio-Messe weitergeht. Bei der Ausschreibung der Veranstaltung durch den Kreis Schleswig-Flensburg erhielt schließlich die Stiftung, die zuvor stets nur die Schlossinsel zur Verfügung gestellt hatte, selbst den Zuschlag. Mit dem Marner Olaf Walter holte man sich anschließend einen professionellen Eventmanager ins Boot. Doch die Vorbereitungszeit ist kurz. Umso erfreuter zeigte sich Wendt, nunmehr die 100er-Marke geknackt zu haben. „Und bis Ende April können sich noch weitere Interessierte anmelden.“ In den vergangenen Jahren hatten sich bis zu 150 Aussteller präsentiert.

Wendt wies darauf hin, dass sich trotz der zwischenzeitlichen Verunsicherung die großen Öko-Anbauverbände Bioland und Demeter eindeutig zum Gottorfer Landmarkt bekannt hätten. Zudem firmierten in diesem Jahr erstmals elf Stände unter dem Logo „Feinheimisch“. Dies ist ein Netzwerk von landwirtschaftlichen Erzeugern, Manufakturen und Gastronomen.

Dass Michael Reinhardt inzwischen für den 23. August eine neue Bio-Leitmesse in Neumünster organisiert hat, ficht Wendt nicht an. „Das ist räumlich und zeitlich weit genug getrennt.“

Eventmanager Walter kündigte an, dass er am 17. Mai beim Gottorfer Landmarkt die Balance finden wolle zwischen Altbewährtem und einer neuen Handschrift. Sein Ziel sei es, für etwas mehr Ordnung auf dem Veranstaltungsgelände zu sorgen und die Besucher besser zu leiten. Der Eintritt steigt von drei auf vier Euro (Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen nichts). Die Preiserhöhung sei dem Umstand geschuldet, dass der Bund die Förderung des Gottorfer Landmarktes um 10  000 Euro gekürzt habe, erläuterte Thorsten Roos, zuständiger Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung. Die Besucher kämen aber weiterhin in den Genuss, mit ihrer Eintrittskarte zugleich sämtliche Museumsausstellungen besuchen zu können, wie Wendt betonte. Außerdem erwartet die Gäste ein besonderes Highlight. So wird die Seeadlerschutzgemeinschaft auf der Nordwiese zwei Spektive aufbauen, mit denen sich das am Burgsee nistende Adlerpaar beobachten lässt.

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erstellt am 01.Apr.2015 | 16:49 Uhr

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