Schleswig : Gottorf geht ein Licht auf

Strahlende Gesichter vor strahlender Schlosskulisse: Die Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Gottorf, Gabi Wachholtz (3.v.l.), mit dem kaufmännischen Vorstand der Landesmuseen, Guido Wendt, der Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Kirsten Baumann, sowie Stiftungsvorstand Claus von Carnap-Bornheim (v.l.).
Strahlende Gesichter vor strahlender Schlosskulisse: Die Vorsitzende des Freundeskreises Schloss Gottorf, Gabi Wachholtz (3.v.l.), mit dem kaufmännischen Vorstand der Landesmuseen, Guido Wendt, der Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, Kirsten Baumann, sowie Stiftungsvorstand Claus von Carnap-Bornheim (v.l.).

Die neue Beleuchtung der Schloss-Fassade wurde gestern feierlich eingeweiht. Der Freundeskreis der Landesmuseen übernimmt die Finanzierung.

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10. Dezember 2014, 07:25 Uhr

Am Ende gab es noch eine echte Überraschung für die 130 Mitglieder des Freundeskreises Schloss Gottorf, die gestern auf der Museumsinsel zur Weihnachtsfeier zusammengekommen waren. Um Punkt 17 Uhr versammelte Vorsitzende Gabi Wachholtz ihre bis dahin nicht eingeweihten Mitstreiter vor dem Hauptportal des Schlosses und forderte sie dann auf, gemeinsam das Kommando „Licht an!“ zu geben. Wenige Sekunden später erstrahlte Gottorf in neuem Licht. Denn Dank einer Spende des Freundeskreises konnte für die Schlossfassade, nach Jahren der Planung, nun endlich eine neue Außenbeleuchtung installiert werden.

„Wir wissen alle um die Schätze, die sich im Innern Gottorfs befinden. Aber auch von außen ist dieses Gebäude ein echtes Juwel. Und das gilt es, ins rechte Licht zu rücken“, sagte Wachholtz. Rund 17 000 Euro investierte der Freundeskreis in 13 neue LED-Strahler, die künftig nicht nur das Schloss selbst, sondern auch die Alte Kommandantur im Südwest-Winkel der Insel, in der zurzeit die Intendanz des Landestheaters ansässig ist, erstrahlen lassen. „Und zwar täglich“, wie der kaufmännische Direktor der Landesmuseen, Guido Wendt, betonte.

Damit komme man nicht nur dem eigenen, sondern auch einem Wunsch von Schleswigs neuem Stadtmanager Rüdiger Knospe nach. Der hatte schon vor seinem Amtsantritt am 1. Januar öffentlich betont, dass sowohl der St.-Petri-Dom als auch Schloss Gottorf, als Wahrzeichen der Stadt, regelmäßig abends beleuchtet werden müssten. In beiden Fällen war dies in der Vergangenheit eher die Ausnahme als die Regel. Aus Kostengründen.

Während für den Dom in diesem Punkt bislang jedoch noch keine endgültige Lösung gefunden wurde (zumindest aber wird er seit einigen Wochen deutlich häufiger beleuchtet), ist man auf Gottorf mit Blick auf die neue Lichtanlage nun bereits am Ziel. Denn nicht nur optisch sei die Beleuchtung, deren Konzept die Friedrichsberger Firma Elektro-Simon übernommen hat, ein echter Gewinn – sowohl für das Schloss als auch für die Stadt. In erster Linie aber auch finanziell lohne sich die Umrüstung, erklärte Harry Riediger, verantwortlich für die Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten der Landesmuseen. Hätten die alten Leuchten in fünf Stunden noch rund 26 000 Watt verbraucht und damit Kosten von rund sechs Euro verursacht, sind es bei den neuen Lampen im selben Zeitraum nur rund 1800 Watt. Kosten: Etwa 60 Cent. „Das ist eine Ersparnis von über 90 Prozent. Gleichzeitig leisten wir damit einen Beitrag für die Umwelt“, betonte Guido Wendt, der zudem deutlich machte, dass die Landesmuseen „selbst nicht in der Lage gewesen wären, diese neue Lichtanlage zu finanzieren“.

Entsprechend dankbar für die Spende zeigten sich auch Stiftungsvorstand Claus von Carnap-Bornheim und Kirsten Baumann, die Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. „Der Freundeskreis ist für uns das größte Geschenk überhaupt“, sagte Baumann. Sie sei sich allerdings sicher, dass sich die Mitglieder – mit Blick auf das illuminierte Schloss – mit dieser Spende auch selbst ein Geschenk machten.

>Einen Bericht über die Jahresbilanz des Freundeskreises Schloss Gottorf lesen Sie auf Seite 21.

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