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Schleswiger Nachrichten

17. Oktober 2017 | 03:04 Uhr

Schleswig : Gnadenfrist für Pendler-Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bauarbeiten Bauarbeiten für die Feuerwache am Bahnhof gehen später los als geplant.

von
erstellt am 14.Jun.2017 | 07:00 Uhr

Zwei Wochen lang war sie gesperrt, jetzt ist sie wieder offen – und zwar für zwei Wochen. Dann aber soll wirklich Schluss sein mit Parken auf der Brachfläche am Karpfenteich, auf der bis Ende 2018 die neue Friedrichsberger Feuerwache entstehen soll.

„Wir haben uns entschieden, den Parkplatz noch einmal vorübergehend bis zum 25. Juni zu öffnen, weil die Bauarbeitern etwas später beginnen als geplant“, erklärt Bauamtsleitern Manja Havenstein. Ursprünglich sollten die Bagger bereits im Mai anrollen, dann war die erste Juniwoche angepeilt. Jetzt soll es am 26. Juni losgehen, wie Projektleiter Uwe Ströh sagt. Entsprechende Schilder wurden bereits am Parkplatz aufgestellt – und offenbar auch schon von dem einen oder anderen Pendler gesehen. Denn gestern stand zumindest eine Handvoll Autos auf der Sandfläche, die sonst täglich mit mehreren Dutzend Wagen belegt war.

Der Grund für die Verzögerung sei – wie zurzeit so oft – die gute Auftragslage für Bauunternehmer. Deshalb könnten die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke (SAW) erst Ende des Monats mit den Vorbereitungen der Außenanlage für die neue Feuerwache beginnen. Dann soll zunächst der Radweg weiter Richtung Schienen verlegt werden, der zurzeit noch über Teile des Geländes verläuft. Zudem starten die Erschließungsarbeiten mit dem Verlegen von Kabeln und Rohren. „65 Prozent der Aufträge haben wir inzwischen vergeben. Die restlichen laufen noch“, sagt Ströh. Er sei „sehr zuversichtlich“, dass man den Kostenrahmen für das 4,35 Millionen Euro teure Bauprojekt, das unter anderem eine Fahrzeughalle mit zehn Stellplätzen sowie Schulungs- und Mannschaftsräume vorsieht, einhalten werde.

Bleibt jedoch das Park-Problem für die Bahnpendler. Die haben das Gelände der Feuerwache in der Vergangenheit gerne und viel genutzt. Zwischen 19 und 29 Autos hat Dirk Jürgensen von der Stabstelle Tiefbau im Bauamt dort gezählt. Das ist das Ergebnis von mehreren Beobachtungsgängen in den vergangenen Wochen. „Ich habe gehört, dass dort auch mal bis zu 60 Autos stehen sollen. Aber das haben meine sechs oder sieben Besuche nicht bestätigt.“ Dennoch weiß er um die Problematik, die der Wegfall der Parkfläche für die Pendler bedeutet. Eine kurzfristige Lösung kann er ihnen zwar nicht anbieten. Zumindest aber sollen zeitnah 14 neue Dauerparkplätze entstehen, und zwar auf dem Grünstreifen zwischen dem Feuerwache-Areal und den Bahnhofsparkplätzen. „Dort werden die Altglascontainer verschwinden und zwei Laternen versetzt. Dann haben wir zumindest etwas mehr Platz“, sagt Jürgensen. Intern habe man sich auf diese Lösung bereits geeinigt, allerdings muss das Projekt noch ausgeschrieben werden. Bis das durch ist, kann es noch einige Wochen oder gar Monate dauern. „Als Kommune sind wir an das Vergaberecht gebunden. Wir hoffen, dass wir Ende der Sommerferien soweit sind“, so Jürgensen.

Deutlich länger wird es dauern, bis der geplante Parkplatz auf der südlichen Seite der Gleise fertiggestellt ist. Die bereits für 2017 genehmigten Haushaltsmittel dafür wurden „wegen der schwierigen Finanzlage der Stadt “ bereits auf 2018 verschoben. Dann aber, so betont Manja Havenstein, werde man das Projekt angehen. 23 Stellplätze sollen an der sogenannten Fuhrbachschen Koppel entstehen. Damit verbunden sind hohe Erschließungskosten. Denn für den Parkplatz müssen auch ein Stück   Straße sowie ein Wendehammer gebaut werden.n All das wird die Pendler nur wenig trösten. Sie müssen sich, bis es wieder eine Alternative gibt, freie Stellplätze etwa an der Mansteinstraße suchen. Sollte weit und breit kein Parkplatz zu finden sein, stellen einige Fahrer in ihrer Not ihre Autos auch dort ab, wo es nicht erlaubt ist – und riskieren einen Strafzettel. Wer hingegen mit dem Rad zum Bahnhof kommt, der kann künftig auf einen besseren Parkplatz hoffen. Denn die Stadt wird kurzfristig, wie Dirk Jürgensen betont, die alten sogenannten Felgenkiller durch neue, moderne Fahrradständer ersetzen.

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