Schleswig : Glücksbringer auf Spenden-Tour

Auf ihrer Glücksbringer-Mission wurden die Schornsteinfeger (v.l.) Freimut Fischer, Kai Thomsen, Andreas Hoffmann, Dirk Kampmann, Finn Huß, Jonathan Rues, Dennis Braun und Christian Lemke vom Nachwuchs (vorne v.l.) Justus Huß, Niklas Thomsen und Stella Lemke begleitet.
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Auf ihrer Glücksbringer-Mission wurden die Schornsteinfeger (v.l.) Freimut Fischer, Kai Thomsen, Andreas Hoffmann, Dirk Kampmann, Finn Huß, Jonathan Rues, Dennis Braun und Christian Lemke vom Nachwuchs (vorne v.l.) Justus Huß, Niklas Thomsen und Stella Lemke begleitet.

Schornsteinfeger sammelten zum Jahreswechsel wieder zugunsten der Suppenküche.

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02. Januar 2018, 07:00 Uhr

Blitzblanke Knöpfe am schwarzen Arbeitsanzug, den Kehrbesen über die Schulter und den Zylinder auf dem Kopf – einen Tag vor dem Silvesterfest stiegen die Schornsteinfeger den Leuten einmal nicht aufs Dach, sondern waren in der Schleswiger Innenstadt ausschließlich als Glücksbringer unterwegs. Ebenso dabei waren die Kinder Justus Huß, Niklas Thomsen und Stella Lemke, die als Nachwuchs-Schornsteinfeger selbstverständlich auch die Kluft trugen und viel Lob und Anerkennung für ihren Einsatz erhielten. Mit den besten Wünschen für das neue Jahr und haufenweise Hufeisen im Gepäck begrüßten sie die Menschen – und baten um eine Spende für die Schleswiger Suppenküche.

Seit elf Jahren engagiert sich das Team um Schornsteinfegermeister Freimut Fischer für den Erhalt der Suppenküche, die bedürftigen Menschen an jedem Donnerstag im Jugendzentrum eine warme Mahlzeit bietet. Mehr als 10 000 Euro kamen in den vergangenen Jahren zusammen. 1500 Euro hatten die Schornsteinfeger diesmal innerhalb ihrer vierstündigen Rundtour in ihren Spendendosen gesammelt, darunter befanden sich auch 30 dänische Kronen sowie Franken und Rappen aus der Schweiz. Freimut Fischers heimlicher Wunsch, eine runde Summe von 1500 Euro zusammen zu bekommen, ging somit am Ende in Erfüllung. „Das freut uns sehr. Wir bedanken uns bei allen Menschen, die unseren Einsatz für die Suppenküche unterstützt haben“, sagte Fischer.

Für die Schleswiger ist der Einsatz der „Men in black“ am Jahresende längst zur Tradition geworden. Deshalb wurde die Schornsteinfeger-Truppe am Sonnabend von vielen erwartet. „Da ist ja mein alter Feger“, freute sich etwa Helga Lietz aus Schleswig über die Begegnung mit Schornsteinfeger Christian Lemke aus Idstedt, den sie einige Jahre nicht gesehen hatte. Vor seinem Wohnort- und Bezirkswechsel war Lemke viele Jahre in Schleswig unterwegs. Auch Helga Witt aus Schleswig traf den Schornsteinfeger aus ihrem ehemaligen Wohnort Fleckeby. Die Freude war groß. „Ich finde es sehr gut, dass sie als Glücksbringer unterwegs sind und damit die Suppenküche unterstützen“. Das sah auch Karin Moltzen aus Schleswig so: „Da bin ich gerne bereit zu spenden.“

„Eins, zwei, drei, vier – und das Glück gehört Dir“, begrüßte Freimut Fischer alle mutigen Damen, die es besonders auf die goldenen Knöpfe des Fege-Anzuges abgesehen hatten. Schließlich soll das Anfassen, Drehen oder Reiben daran Glück versprechen. Auch die herzlichen Umarmungen oder Küsschen auf die Wange beantworteten die humorvollen Feger mit einem Lächeln.

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