Domsanierung in Schleswig : Glocken und Uhrwerk müssen runter

Die Fläche vor dem Domturm wurde in den vergangenen Wochen bereits für die Bauarbeiten vorbereitet.
Die Fläche vor dem Domturm wurde in den vergangenen Wochen bereits für die Bauarbeiten vorbereitet.

Der Gerüstaufbau soll Mitte Februar beginnen.

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23. Januar 2018, 07:00 Uhr

Auch wenn man zurzeit hinter dem großen, hölzernen Bauzaun noch vergeblich nach Arbeitern und Maschinen Ausschau hält, laufen die Vorbereitungen für die Sanierung des Domes – und insbesondere seines Turmes – auf Hochtouren.

Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie genau man das riesige Gerüst anbringen wird. Das Hauptproblem für die Planer: Der Domturm verjüngt sich nach oben hin in mehreren Etappen. „Das ist eine besondere Herausforderung“, sagt Antje Wendt, Pressereferentin in der Bischofskanzlei, auf Nachfrage. Für die Standhaftigkeit des Gerüstes sei es deshalb erforderlich, dass an zwei Stellen (etwa auf Höhe des ersten Viertels und auf halber Höhe) T-Träger durch den Turm gezogen werden, auf denen dann das Gerüst aufliegt. Voraussichtlich in der zweiten Februarhälfte werde man mit dem Aufbau beginnen, so Wendt.

Aber die Schleswiger werden sich in den kommenden Jahren nicht nur an einen eingerüsteten Domturm gewöhnen müssen, sondern auch auf den markanten Klang der Glocken verzichten. Denn diese werden im Rahmen der Sanierungsarbeiten abmontiert. „Die Abnahme bedarf einiges an Vorbereitungszeit, das heißt, es muss wiederum eine eigene Stellage gebaut werden, um die Glocken herabzulassen“, erklärt Wendt. Anfang Februar wolle man mit den Arbeiten dafür beginnen. Wann genau die Glocken abgehängt werden, steht noch nicht fest. Gleiches gilt für den Abbau des Uhrwerkes und der Ziffernblätter, die ebenfalls zu ihrer eigenen Sicherheit während der Sanierung abgenommen werden. Auch das soll Mitte Februar passieren.

Die Domsanierung soll 17,3 Millionen Euro kosten. Ein Großteil dieser Summe fließt in die Erneuerung der Turmfassade. Die Kosten teilen sich Bund (8,65 Millionen), Land (4) und Nordkirche (4,1). Auch die Stadt Schleswig beteiligt sich mit rund 450 000 Euro an der Renovierung des Schleswiger Wahrzeichens.

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