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Schloss Gottorf : Globushaus und Barockgarten mit den Ohren entdecken

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Landesmuseen stellten gestern neues Vermittlungskonzept für die beiden Zuschauermagneten oberhalb des Schlosses vor.

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 12:00 Uhr

„Im Barockgarten und im Globushaus stecken unglaublich viele Geschichten – aber die haben wir bislang nicht erzählt. Das konnten wir jetzt ändern.“ Museumspädagogin Corinna Endlich ist sich sicher, aufs richtige Pferd zu setzen. Das war ihr spürbar anzumerken, als sie gestern das neue Vermittlungskonzept für die beiden Zuschauermagneten oberhalb des Schlosses vorstellte. Neue Medien lautet dabei das Zauberwort. Und so können die Besucher künftig mit Hilfe hochmoderner Audioguides auf Entdeckungsreise gehen im Barockgarten und dem 2005 gebauten Globushaus. 60 000 Euro hat der Sparkassen- und Giroverband dafür zur Verfügung gestellt.

Insgesamt 22 Stationen stehen auf dem Programm. Dazu gibt es jeweils gesprochene Informationen, auf Deutsch oder auf Dänisch, die Einblicke in die Historie der gesamten Anlage, die Künstler, die dort gewirkt haben, aber auch in aktuelle Probleme wie etwa den Pilzbefall der Buchsbaumhecken beleuchten – in bis zu 90 Sekunden langen Sequenzen. Eine Ausnahme bildet nur die Fahrt im Globus: Hier werden die Besucher künftig während der gesamten acht Minuten durch eine Hördatei begleitet. Hinzu kommt ein eigens produzierter Film, als anschaulicher Eintritt in die Welt des Gottorfer Globus.

„Dieses Angebot ist eine Reaktion auf das, was die Gäste direkt an uns herangetragen haben“, sagte Guido Wendt, kaufmännischer Geschäftsführer auf Gottorf, mit Blick auf eine Besucherbefragung. Der Wunsch nach modernen Vermittlungstechniken sei dabei immer wieder geäußert worden. Auf diesem Weg versuchen die Landesmuseen nun auch einen Besucherrückgang zu stoppen: Kamen in den ersten Jahren nach Eröffnung des Globushauses noch rund 25000 Besucher pro Jahr in den Barockgarten, waren es 2013 nur noch 15 000.

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