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Startschuss bereits im Sommer : Glasfaserkabel für ganz Schleswig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Stadtwerke wollen in den kommenden Jahren die gesamte Stadt mit schnellem Internet versorgen.

von
erstellt am 13.Mai.2016 | 12:14 Uhr

Das Ziel klingt ehrgeizig. Aber dass die Stadtwerke es erreichen, daran lässt deren Geschäftsführer Wolfgang Schoofs keinen Zweifel aufkommen: „Wir wollen ganz Schleswig mit schnellem Internet versorgen. Das ist heute ein Muss, wenn man als Gewerbe- und Wohnstandort attraktiv sein will. Und das will Schleswig ja.“ Das heißt konkret: Die Stadt wird in den kommenden Jahren flächendeckend mit Glasfaserkabeln versorgt. Der Startschuss fällt bereits in diesem Sommer.

In Zeiten, in denen die Technologie immer weiter voran schreitet, immer leistungsstärkere Computer und Fernseher auf den Markt kommen, habe man sich die Frage gestellt, ob es Sinn mache, weiter in den Ausbau eines Glasfasernetzes zu investieren. „Unsere klare Antwortet lautete: Ja!“, sagt Schoofs. Insbesondere die Erfolge, die die Stadtwerke damit im Neubaugebiet am Berender Redder eingefahren haben, hätte die Verantwortlichen in dieser Meinung gestärkt. Dort bietet das städtische Unternehmen inzwischen eine Rundumversorgung an: Neben Strom, Gas und Wärme gehört auch der Bereich Telekommunikation – Internet, Fernsehen, Telefonie – dazu. „Wir haben da eine Anschlussquote von fast 95 Prozent erreicht“, sagt Schoofs. Auch das Gewerbegebiet St. Jürgen habe man inzwischen mit mit einem Glasfasernetz versorgt – und auch dort sei die Nachfrage der anliegenden Gewerbebetriebe sehr gut. Inzwischen, so Schoofs, würden sich auch immer mehr Unternehmen, die in der Innenstadt oder im Gewerbegebiet am Ratsteich sitzen, bei den Stadtwerken melden und nach Möglichkeiten für einen Anschluss fragen.

Die meisten Schleswiger Betriebe und Privathaushalte müssen sich allerdings noch gedulden, bis es bei ihnen so weit ist. Schon jetzt freuen können sich hingegen die Bewohner der Straßen Drei Kronen und Altfeld. Sie werden als erste mit neuen Kabeln versorgt. Ebenfalls noch in diesem Jahr könnten einige Bereiche rund um die Gildestraße sowie am nördlichen Ende des Kolonnenweges hin zum Hotel Waldschlösschen in Angriff genommen werden. „Das Gute ist, dass wir bereits vor 20 Jahren in vielen Straßen Leerrohre verlegt haben, die wir jetzt nutzen können“, sagt Uwe Ruff, Leiter des Technisches Services bei den Stadtwerken. Gleichzeitig verspricht er, dass die Glasfaserkabel direkt an jedes einzelne Haus angeschlossen würden. Damit wolle man sich von anderen Anbietern abgrenzen, die nur bis zu einzelnen im Stadtgebiet installierten Verteilerkästen Glasfaserkabel verlegt haben. Von dort aus bis in die Häuser gehe es aber per Kupferkabel weiter. „Darin sehen wir nicht die Zukunft“, betont Ruff.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat bereits grünes Licht für das Großprojekt gegeben. Rund eine Million Euro sollen bereits in diesem Jahr investiert werden. „Unser Ziel ist es dabei, ein neues Geschäftsfeld auf- und auszubauen“, betont Wolfgang Schoofs. Dazu benötige man allerdings noch zusätzliches Personal, sowohl im technischen Bereich als auch im Marketing. Insbesondere dann, wenn die Stadtwerke auch außerhalb Schleswigs ins Internet-Geschäft investieren. An der zurzeit laufenden europaweiten Ausschreibung zur Erschließung des Amtes Schlei-Ostsee haben sie bereits ihren Hut in den Ring geworfen. Gleiches könnte bei weiteren Ausschreibungen in der Region, in der zurzeit mehrere Breitband-Zweckverbände gegründet werden (siehe auch Artikel auf Seite 11) geschehen.

„Die Nachfrage ist definitiv da. Und das wird auch noch auf Jahre hinaus so sein“, glaubt Schoofs. Wenn es bei den einzelnen Haushalten so weit sein sollte, dass sie ans Glasfasernetz angeschlossen werden können, verspricht er eine schnelle Umsetzung. Was der Anschluss für die Nutzer kosten wird, stehe indes noch nicht fest.

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