Schleswig-Flensburg : Glascontainer quellen über

Bis zum Rand voll: Die Altglascontainer am Amalienplatz.
Bis zum Rand voll: Die Altglascontainer am Amalienplatz.

Das Hin und Her bei der Vergabe der Altglasentsorgung im Kreis sorgt für übervolle Sammelboxen.

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28. Februar 2018, 07:00 Uhr

Wer in diesen Tagen sein Altglas in die Container am Holm werfen möchte, hat Pech gehabt. Wegen Überfüllung geschlossen, könnte man dort draufschreiben. Denn die riesigen Behälter sind bis zum Rand voll. Einige hundert Meter weiter, am Amalienplatz hinter dem Kornmarkt, dasselbe Bild. Auch dort quellen die Container sowohl für Weiß- als auch für Buntglas förmlich über. Und so verwundert es kaum, dass einige Leute ihr Altglas einfach auf den Pflastersteinen dazwischen entsorgen.

Bei der Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg (ASF) weiß man um das Problem – auch wenn man im Grunde genommen gar nicht zuständig ist. „Wir sind in diesem Fall nicht Vertragspartner. Aber als Abfallunternehmen haben wir zumindest eine Informations- und Beratungspflicht den Bürgern gegenüber“, erklärt ASF-Sprecherin Gabriele Dunker-Ulbrich auf Nachfrage. Zuständig für die Leerung der Altglascontainer sei das Unternehmen Remondis, „und das arbeitet mit Hochdruck daran, die Lage zu entspannen“. Denn, so Dunker-Ulbrich, nicht nur in Schleswig gebe es Beschwerden von Bürgern über zu volle Container, sondern im gesamten Kreisgebiet.

Ein hausgemachtes Remondis-Problem steckt allerdings nicht hinter der Geschichte. Zum Hintergrund: Die Entsorgung von Altglas obliegt, wie auch bei den gelben Säcken, dem sogenannten Dualen System, in dem sich mehrere Firmen zusammengeschlossen haben. Diese haben zum Jahreswechsel die Altglas-Entsorgung im Kreis Schleswig-Flensburg neu ausgeschrieben und in diesem Zuge erhielt ein anderes Unternehmen den Zuschlag. Dieser Deal jedoch platzte in letzter Minute, so dass Remondis, das bereits viele Jahre diese Aufgabe übernommen hatte, wieder im Spiel war – „allerdings mit Verspätung“, wie Dunker-Ulbrich betont. „Dort muss man jetzt all das wegschaffen, was Anfang des Jahres durch dieses Hin und Her liegen geblieben ist. Aber die Firma Remondis weiß um das Problem und wird es lösen. Es wurde sogar bereits ein neuer Lkw bestellt.“

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