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Nahrung-Genuss-Gaststätten : Gewerkschaft zieht von Kiel nach Schleswig

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verlegt Regionalbüro von Kiel nach Schleswig. Der neue Standort ist näher dran an der Mehrheit der rund 3400 Mitglieder.

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erstellt am 06.Aug.2014 | 16:15 Uhr

Die Zeiten, in denen Schleswig ein Zentrum der Nahrungsmittel-Industrie im Norden war, sind längst vorbei. Die Zuckerfabrik ist Geschichte, und auch im Butterwerk sind die meisten Lichter inzwischen ausgegangen. Dennoch hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt ihr Regionalbüro von Kiel nach Schleswig verlegt. Gestern räumten Geschäftsführer Finn Petersen und seine Kollegen Steffen Lübbert, Jasmyn Gosch und Birgit Petersen ihre Umzugskartons aus.

„Kiel ist zwar die Landeshauptstadt, aber Schleswig liegt für uns trotzdem günstiger“, sagt Finn Petersen. Zusammen mit seinem Team betreut er rund 3400 Mitglieder in einem Bereich, der den gesamten Landesteil Schleswig umfasst, außerdem die Städte Kiel und Neumünster, den Kreis Plön und Teile Ostholsteins. „Die Mehrheit unserer Mitglieder wohnt und arbeitet im Norden“, erklärt Petersen. Bis Ende der neunziger Jahre hatte die NGG ein eigenes Regionalbüro in Flensburg. Seither aber mussten die Gewerkschafts-Mitarbeiter zu Terminen häufig mehr als eine Stunde fahren, um zur Böklunder Würstchenfabrik zu kommen, zur Flensburger Brauerei oder zum Deutschen Milchkontor (DMK) in Nordhackstedt. Auch die Tourismus-Betriebe Nordfrieslands spielen in seinem Arbeitsalltag eine große Rolle. So entschied sich der ehrenamtliche NGG-Regionalvorstand für den Umzug nach Schleswig. Finn Petersen betont, dass er selbst darauf keinen Einfluss genommen hat. Ihm war die Entscheidung aber sehr recht. Er wohnt bereits an der Schlei und ist ein Ur-Schleswiger. Eine in Kiel verwurzelte Kollegin ist gerade in Rente gegangen, die übrigen Kollegen sagen, sie hätten kein Problem mit dem Ortswechsel.

Mit dem Einzug der NGG ist das neue Gewerkschaftshaus am Domziegelhof nun voll belegt. Das Bezirksbüro der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die DGB-Rechtsschutz-Gesellschaft residieren hier bereits seit dem vergangenen November. „Wenn dieses Haus nicht neu gebaut worden wäre, hätten wir uns vermutlich nicht mit dem Thema Schleswig beschäftigt“, sagt Petersen. Denn die bisherigen NGG-Räume in der Kieler Legienstraße waren in einem einwandfreien Zustand.

 

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