Alte und junge Kita-Mitarbeiterinnen : Gespräche gegen den Generationenkonflikt

Einfache Tricks  zeigte Thorsten Dankworth - alias 'Tutti', der Kinderzauberer -  den Kindergärtnerinnen. Foto: kuhl
Einfache Tricks zeigte Thorsten Dankworth - alias "Tutti", der Kinderzauberer - den Kindergärtnerinnen. Foto: kuhl

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26. November 2009, 09:57 Uhr

süderbrarup | Die gemeinsame Fortbildung aller Mitarbeiter der Kindertagesstätten des Bezirks Angeln im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg stand diesmal unter dem Motto "Junge Hühner und alte Schachteln". "Damit soll der Generationenkonflikt in den Kindergärten angesprochen werden, der durch das Zusammenleben von vier Generationen in einer Einrichtung entsteht", erklärte Fachberaterin Andrea Hänsel vom Kindertageseinrichtungsverbund des Kirchenkreises. Junge Mitarbeiterinnen wollten ihre Ideen bei "alten Hasen" anbringen, die schon so lange im Kindergarten sind, dass von ihnen betreute Kinder jetzt als Eltern wieder auftauchen.

In mehr als einem Dutzend Seminaren gingen die 200 Mitarbeiter die Thematik an. Am meisten nachgefragt war das Thema "Gelassene Gespräche mit schwierigen Eltern", das die Bandbreite der fordernden aber ansonsten nicht gesprächsbereiten bis hin zu sich ständig in die Kindergartenarbeit einmischenden Eltern betrachtete.

Mit der zentralen Thematik des Seminars beschäftigte sich Roger Rauscher im Workshop "Älter werden im sozialen Beruf". Wie man seine Wünsche und Ideen auch als junger Mensch im Team einbringen kann, behandelte Eva Kessler in "Teamarbeit - Grenzen setzen, sich durchsetzen und gute Laune bewahren". Praktische Übungen und Gesundes für den Rücken zeigte Maren Maibaum mit Bewegungs- und Entspannungsübungen, während Maren Müller Tipps und Übungen zur Selbstermutigung anbot. Auch an die religiöse Grundhaltung wurde mit einem Seminar über Spiritualität mit Kindern gedacht. Und Pastorin Ulrike Lindemann-Tauscher präsentierte viele praktische Ideen für die aus Schweden kommenden "Perlen des Glaubens", die an Ort und Stelle ausprobiert werden konnten.

Propst Hans-Christian Gerber stellte in seiner Andacht fest: "Die Kirche ist schon immer ein Mehrgenerationenhaus gewesen", stellte er fest.

Den größten Spaß brachte Zauberer Thorsten Dankworth, der den Kindergärtnerinnen einfache Tricks mit Zeitungen, Büchern und Münzen beibrachte, die sowohl vorgemacht als auch von Kindern wiederholt werden können.

Nach der Sinnhaftigkeit einer derartigen großen Fortbildung gefragt, meinte eine Teilnehmerin: "Es ist eine Möglichkeit, gegeneinander Erfahrungen auszutauschen. Dann weiß ich, ich bin mit meinen Problemen nicht allein."

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