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Busdorf : Gesetzeshüter mit Kutte und viel Herz

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bikergruppe „Odins Vasallen“ besteht seit zehn Jahren – und engagiert sich seitdem zum Wohle der Gemeinde Busdorf.

Nach Feierabend tauschen die Vollzugsbeamten Andreas „Parti“ Parton und Hinnerk Hinrichsen ihre Arbeitskleidung gegen schwarzes Leder und legen die Vereinskutte an. Und das nun schon seit zehn Jahren, denn so lange besteht inzwischen der Busdorfer Motorrad-Club „Odins Vasallen“. Beruflich stehen viele der Mitglieder – genauso wie ihre beiden Vorsitzenden, Parton und Hinrichsen, – in Berührung mit dem Gesetz, sind Mitarbeiter der Gerichte, des Strafvollzuges und der Staatsanwaltschaft. Und auch im Rahmen ihrer Freizeit engagieren sich die Biker in sozialen Projekten gegen Gewalt und Missbrauch und setzten sich zum Wohle der Dorfgemeinschaft ein. So sind „Odins Vasallen“ aktive Mitglieder des Busdorfer Ortskulturrings und nicht nur bei der Aktion „Sauberes Dorf“ gern gesehen. Ein Grund mehr um das Jubiläum drei Tage lang mit rund 100 Gästen am eigenen Club-Haus im Panellenweg zu feiern.

Busdorfs Bürgermeister Ralf Feddersen gratulierte und lobte das soziale Engagement der Biker. Alle anfängliche Skepsis gegenüber den Rockern konnte von Seiten der Gemeinde zügig beiseite gelegt werden. „Das sind liebe Zeitgenossen, die wir nicht missen möchten. Sie sehen zwar manchmal furchterregend aus – aber das sind sie überhaupt nicht. Hinter der harten Schale befindet sich ein weicher Kern. Sie verdienen unsere anerkennende Wertschätzung“, sagte Feddersen. Schnell haben die Busdorfer ihren Motorrad-Club akzeptiert und ins Herz geschlossen. „Und umgekehrt“, betonte Hinnerk Hinrichsen.

Und haben „Odins Vasallen“ einen Wunsch für die nächsten zehn Jahre? „Weiterhin so viel gegenseitigen Respekt und Akzeptanz zu erfahren – so wie es ist“, meinte Biker-Vorsitzender Parton bescheiden.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 07:45 Uhr

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