Schleswig : „Gesellschaft und Bundeswehr näher zusammenbringen“

Oberstleutnant Gunnar Christiansen von der Schule für Strategische Aufklärung in Flensburg (M.) mit den Gastgebern Detlef Thull, Vorsitzender des Arbeitskreises der Reserveoffiziere, und Bürgermeister Arthur Christiansen (r.).
Oberstleutnant Gunnar Christiansen von der Schule für Strategische Aufklärung in Flensburg (M.) mit den Gastgebern Detlef Thull, Vorsitzender des Arbeitskreises der Reserveoffiziere, und Bürgermeister Arthur Christiansen (r.).

Der Sicherheitspolitische Empfang im Rathaus beschäftigt sich mit Cyber-Angriffen und Nachrichtendiensten.

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22. August 2018, 19:25 Uhr

Er ist mittlerweile zu einer echten Traditionsveranstaltung geworden: der Sicherheitspolitische Empfang im Schleswiger Rathaus. Gestern Abend hatten die Stadt und der Arbeitskreis Reserveoffiziere Schleswig/ Flensburg dazu erneut in den Ständesaal eingeladen. Zu Gast diesmal: Gunnar Christiansen von der Schule für Strategische Aufklärung der Bundeswehr in Flensburg.

Der Oberstleutnant, der selbst bislang 16 Auslandseinsätze bewältigt hat und lange Jahre im Jageler Aufklärungsgeschwader stationiert war, referierte unter anderem über die Themen Cyber-Angriffe, digitalisierte Kriegsführung und militärisches Nachrichtenwesen – und darüber, wie sich die Bundeswehr in diesem Bereich aufgestellt hat und künftig aufstellen muss.

Wie wichtig diese Aspekte inzwischen sind, machte auch Oberst a.D. Detlef Thull, Vorsitzender des Arbeitskreises der Reserveoffiziere, in seinem Grußwort deutlich. „Die Welt ist in Unordnung geraten und dadurch in einem Umbruch, wie wir ihn zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg hatten“, meinte er. Umso wichtiger sei es, dass man sich in Deutschland und Europa intensiv Gedanken darüber macht, wie man die innere und äußere Sicherheit gewährleisten kann. „Die internationalen Akteure wie Trump, Putin oder Erdogan zwingen uns dazu“, so Thull.

Auch Bürgermeister Arthur Christiansen betonte vor den rund 50 Gästen, darunter zahlreiche ehemalige Soldaten und nur wenige Ratspolitiker, dass man sich mit Blick auf die aktuelle politische Lage in der Welt Sorgen machen müsse. Umso wichtiger sei es, dass man die Zivilgesellschaft und die Bundeswehr wieder näher zusammenbringt. Auch dies sei eines der Ziele des Sicherheitspolitischen Empfangs in Schleswig.

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