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Schleswiger Nachrichten

17. Dezember 2017 | 11:37 Uhr

Neuberend : Gerätehaus vor dem Aus

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Weil es zu dicht an der Straße steht und ohnehin nicht mehr zeitgemäß ist, muss das Spritzenhaus in Neuberend abgerissen werden. Die Gemeinde vergab nun den Auftrag für einen Neubau an Schleswiger Architekten.

von
erstellt am 05.Mai.2014 | 07:45 Uhr

Die Gemeindevertretung in Neuberend hat entschieden, den Auftrag für das neue Feuerwehrgerätehaus mit angeschlossenen Gemeinderäumen an den Schleswiger Architekten Peter Paustian zu vergeben. Der Neubau wird nötig, da die Unfallkasse Nord am bestehenden Gebäude, das in den 1950er Jahren gebaut und 1986 ausgebaut worden war, diverse Mängel festgestellt hat. Dazu zählen die unzureichenden sanitären Einrichtungen, vor allem aber der zu geringe Abstand zur Straße – dieser Punkt macht einen Neubau unumgänglich. Hinzu kommt, dass die bisher für Veranstaltungen und als Wahlraum genutzt ehemalige Grundschule zum Verkauf steht.

Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs hatten drei Architekturbüros Ende März ihre Ideen vorgestellt. Diese wurden vom Bauausschuss anhand einer Matrix bewertet, mit dem Ergebnis, „dass wir das Projekt mit Peter Paustian weiter verfolgen möchten“, so der Vorsitzende Carsten Mees. Sein Entwurf eines ebenerdigen Baus mit klar abgegrenzten Bereichen für Feuerwehr und Gemeinde „ist auch von der Optik her am rundesten“. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 800 000 Euro. Die Auftragserteilung erfolgte einstimmig.

Ein weiterer Beschluss betraf das Neubaugebiet Königsdammwiesen an der Klosterreihe, wo im kommenden Jahr zehn sowie 2016 vier weitere Bauplätze vermarktet werden sollen. Vorausgesetzt, Schleswigs Ratsversammlung stimmt dem Beschluss zu – woran sich die SPD-Fraktion stört, schließlich seien der Gemeinde laut Stadt-Umland-Planung einst 80 Bauplätze zugesagt worden, „und nun müssen wir vor Schleswig kuschen. Ich sehe das nicht ein“, sagte Peter Jacobsen, der sich als einziger der Stimme enthielt.

Daneben wurden die Wassergebühren auf Empfehlung der Kommunalaufsicht an die gesetzlichen Vorgaben angepasst, so dass sie fortan nicht mehr pro Wohneinheit, sondern pro Wasseranschluss anfallen. Um den wiederkehrenden Fehlbetrag von 4500 Euro zu decken, wurde die Grundgebühr angehoben. Haushalte mit 2,5-Kubikmeter-Wasseranschlüssen zahlen nun 72 Euro und Haushalte mit 6-Kubikmeter-Anschlüssen 173 Euro. Bisher betrug die Grundgebühr jeweils 57 Euro. Die Durchlaufgebühr ist nicht betroffen.

Erfreuliche Zahlen der Jahresrechnung 2013 legte der Finanzausschuss-Vorsitzende Jan-Nicolas Orth vor. So schloss der Verwaltungshaushalt mit 1,2 Millionen Euro ausgeglichen, weil dank hoher Einnahmen aus Gewerbe- und Einkommenssteuer der Nachtrags-Haushalt nicht defizitär war. Ein Soll-Überschuss von 48 000 Euro konnte den Rücklagen zugeführt werden.

Wie bereits zuvor in Nübel wurde zudem der Kooperationsvertrag beider Gemeinden über die Zusammenarbeit der zwei Kindergärten verabschiedet. Ab 2015 wird ein gemeinsamer Ausschuss die Rahmenbedingungen für die Einrichtungen festlegen sowie die Abstimmung mit den Trägern – der Villa Sonnenstrahl (Nübel) und dem evangelischen Kindertagesstättenwerk (Neuberend) – regeln. Zu guter Letzt entschied man sich für die Beteiligung am mobilen Markttreff, um „die Lebensqualität für ältere Mitbürger in unserem Ort zu steigern“, sagte Bürgermeister Hans-Helmut Guthardt.

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