Schlei-FOrum in Louisenlund : Gemeinsam für die Wasserqualität

Am Ufer der Großen Breite: Auf Schloss Louisenlund beschäftigen sich am Freitag zahlreiche Experten mit dem Schutz der Schlei.
Am Ufer der Großen Breite: Auf Schloss Louisenlund beschäftigen sich am Freitag zahlreiche Experten mit dem Schutz der Schlei.

Auf dem Schlei-Forum an diesem Freitag in Louisenlund stellen Behörden und Verbände die Ergebnisse ihres Runden Tisches vor.

von
05. Juni 2018, 07:00 Uhr

Wer ist eigentlich zuständig für die Schlei? Derart allgemein formuliert, ist die Frage nicht einfach zu beantworten. Eigentümer des Gewässers ist die Bundesrepublik Deutschland. Auf die Wasserqualität achtet das Kreisgesundheitsamt. Aber welches? Die Grenze zwischen den Kreisen Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde verläuft mitten durch die Schlei hindurch. Letztlich war es die Stadt Schleswig als größte Anrainergemeinde, die vor bald vier Jahren auf Drängen von Umweltschützern die Initiative ergriff und alle Institutionen und Verbände, die mit der Schlei zu tun hatten, zu einem „Runden Tisch“ einlud.

An diesem Freitag, 8. Juni, wollen die Teilnehmer des Runden Tisches auf einer mehrstündigen Veranstaltung von 10 bis 16 Uhr in der Kunst- und Kulturhalle des Internats in Louisenlund ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren. „Wir haben bewusst einen Ort außerhalb der Stadt gewählt, um deutlich zu machen, dass die Schleiregion mehr umfasst“, sagt Bürgermeister Arthur Christiansen. Als wichtigste Ergebnisse des Runden Tisches sieht er zum einen die Tatsache, dass die verschiedenen Akteure sich untereinander besser kennen gelernt haben, zum anderen aber auch die begonnene Diskussion um die Frage, ob es möglich ist, den Grund der Schlei vom Faulschlamm zu befreien, der sich dort über Jahrzehnte angesammelt hat.

Angestoßen hatte die Debatte Svend Duggen, Geowissenschaftler und Lehrer an der Schleswiger A.P.-Møller-Schule. Er wird im Rahmen der Veranstaltung ein Fachforum zum Thema leiten. Auch Michael Trepel aus dem Kieler Umweltministerium spricht in einem Vortrag über Maßnahmen zur Verbesserung des nährstoffökologischen Zustands der Schlei.

Zahlreiche Verbände, Behörden und Unternehmen stellen sich von 10 bis 16 Uhr an Infoständen vor. Das Spektrum reicht vom BUND über das Archäologische Landesamt bis zum Kreisbauernverband Schleswig. Auch Schüler der gastgebenden Stiftung Louisenlund leisten Beiträge zum Thema. So hat sich eine Gruppe im vergangenen Jahr mit dem Thema Mikroplastik beschäftigt – lange bevor die Plastik-Problematik im Schleswiger Klärwerk an die Öffentlichkeit gelangte.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen