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Breitband-Zweckverband im Amt Süderbrarup : Gemeinsam auf die Datenautobahn

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

15 Gemeinden im Amt Süderbrarup gründen ein Breitbandzweckverband – und hoffen auf Fördermittel.

Mit der konstituierenden Sitzung eines Breitbandzweckverbandes (BZV) im Amt Süderbrarup verschwindet der letzte weiße Fleck auf der Breitband-Förderlandkarte des Landes Schleswig-Holstein. Erst unter dem Druck des letzten Förderaufrufs hatten sich die 15 Gemeinden des Amtes Süderbrarup zu diesem Schritt entschlossen. „Ich gehe davon aus, dass sich die Gemeindevertretungen ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben“, kommentierte Rainer Albrecht von der Kommunalaufsichtsbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg die Abstimmung über die Verbandssatzung, die ohne Diskussion einstimmig genehmigt wurde.

„Der BZV hat die Aufgabe, eine qualitativ hochwertige Breitbandversorgung zu schaffen, bereitzustellen und zu unterhalten. Dazu gehören insbesondere das Vorhalten einer entsprechenden Breitband-Infrastruktur sowie die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen an Internetbetreiber“, zitierte Albrecht aus der Aufgabenbeschreibung der Satzung. Dann übergab er die Leitung der Sitzung an Gerda Eichhorn, das älteste Mitglied der Versammlung. Diese besteht aus den 15 Bürgermeistern der Gemeinden Böel, Boren, Brebel, Dollrottfeld, Loit, Mohrkirch, Norderbrarup, Nottfeld, Rügge, Saustrup, Scheggerott, Steinfeld, Süderbrarup, Ulsnis und Wagersrott sowie vier zusätzlichen Mitgliedern aus der Gemeinde Süderbrarup und einem aus der Gemeinde Boren.

Eichhorn leitete noch die Wahl von Johann Peter Christiansen aus Loit zum Verbandsvorsteher. Thomas Detlefsen aus Boren und Rainer Grünert aus Nottfeld wurden zu seinen Vertretern gewählt. Zusätzlich installiert wurde eine begleitende Lenkungsgruppe, die aus sieben Verbandsmitgliedern besteht.

Für das Haushaltsjahr 2017 wurde im wesentlichen nur die Bildung des Grundkapitals von 100  000 Euro beschlossen. Diese Summe wird in Abhängigkeit von Einwohnerzahl, Fläche und Finanzkraft der einzelnen Gemeinden aufgebracht. Gemeindeumlagen sind auf Dauer nicht geplant.

Auch beschloss man eine Kooperationsvereinbarung mit den Breitbandzweckverbänden Mittelangeln, Südangeln, Schlei-Ostsee, Kappeln und Angeln.

Peter Clausen, der Leitende Verwaltungsbeamte von Süderbrarup, betonte, dass der nächste Schritt die Aufstellung des Förderantrags sei, der möglichst schnell gestellt werden soll.

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