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Schleswiger Nachrichten

21. Oktober 2017 | 12:40 Uhr

Borgwedel : Gemeinde will weiter wachsen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bis 2025 dürfen 40 neue Wohneinheiten entstehen – ein Gutachter sucht nun nach geeigneten Standorten. Die Ferienhaussiedlung Kochkoppel bekommt einen neuen Status.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 17:00 Uhr

Die Sonne scheint, das Wasser der Schlei glitzert und in der Ferne erhebt sich der Schleswiger Dom aus dem Dunst – kein Wunder, dass Borgwedel ein bevorzugtes Wohngebiet ist. „Das stimmt. Es gibt immer wieder Anfragen“, sagt Bürgermeister Holger Weiß. Gute Voraussetzungen, die Gemeinde weiter zu entwickeln. 40 neue Wohneinheiten darf der Ort am Ufer der Schlei bis 2025 errichten.

Das aber muss mit viel Augenmaß geschehen, betont Weiß. Darum soll nun zunächst einmal ein Gutachter herausfinden, wo diese Wohnhäuser entstehen könnten. „Denkbar ist Vieles“, sagt der Bürgermeister – von einer Lückenbebauung bis hin zu kleineren Ballungen in Borgwedel und/oder Stexwig. Die Gemeindevertretung ist entschlossen, dieses Erweiterungspotenzial zu nutzen. Dabei muss sie allerdings einige Besonderheiten im Blick behalten. Da ist vor allem die Ferienhaussiedlung Kochkoppel – eine Reihe von so genannten Nurdachhäusern, die in unmittelbarer Nähe des Sportboothafens stehen. „Es gibt schon seit einiger Zeit Bestrebungen, den Status dieser Siedlung zu verändern“, erklärt Holger Weiß. Das bedeutet, dass aus der Ferienhaussiedlung ein Mischgebiet gemacht werden soll, in dem das dauerhafte Wohnen auch offiziell gestattet ist.

Einige Grundlagen sind mit dem Straßenausbau und der Beleuchtung bereits geschaffen worden – auch durch die finanzielle Beteiligung der Anwohner, die ihre Ausbaubeiträge entrichtet haben. „Dadurch sind natürlich Erwartungen geweckt worden. Und denen will sich die Gemeinde auf keinen Fall entziehen“, so Weiß. Dass allerdings zunächst das Gutachten abgewartet wird, hat praktische Gründe. Man will sich vor einer Entscheidung erst ein Bild davon machen, wo weitere Wohneinheiten entstehen können.

Hintergrund: Die Umwandlung von Ferien- in Wohnhäuser in der Kochkoppel geht zu Lasten des Gesamtkontingents. „Wir wollen beide Entscheidungen aus einer Hand treffen. Also warten wir ab, bis wir alle Fakten zusammen haben und sehen dann, was das Beste für die Gemeinde ist“, so Weiß.

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