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Schleswig : Gelungenes Konzert mit schnellen Liedern

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Im voll besetzten Dom luden die Husaren auch zum Mitsingen ein.

Am ersten Schwahlmarkt-Wochenende lud auch in diesem Jahr wieder die „BläserVielHarmonie“ der Schleswiger Husaren zu ihrem Konzert in den gut besuchten St.-Petri-Dom ein. Ihr Leiter Willi Neu präsentierte eine gute Mischung aus modernen Werken der sogenannten „sinfonischen“ oder „konzertanten Blasmusik“ und traditioneller Weihnachtsmusik im festlichen Bläsergewand.

Dazu gehörten „The Saint and the City“ von Jakob de Haan, „La Principessa“ von Günther Dibiasi oder „Encanto“ von Robert W. Smith. Die Stücke gehören stilistisch zur derzeit gängigen, originalen Bläsermusik mit holländischen, österreichischen und amerikanische Einflüssen. Die Husaren interpretierten sie mit viel Schwung, Einsatz und Spielfreude. Höhepunkt war die schwierig zu spielende, viersätzige „Second Suite for Military-Band in F“ von Gustav Holst, dessen Bläsermusik zu den Altvordern dieser relativ jungen Gattung gehört und die einen britsch-noblen Gestus enthält. Dass hier das schöne Oboen-Solo im langsamen Satz merkwürdigerweise von der Klarinette intoniert wurde, fiel kaum ins Gewicht.

Zum anderen hatten sich die Schleswiger Musiker adventliche Musik ausgesucht, die mit ihren vollen Messing- und Holzklängen die Zuhörer festlich auf Weihnachten vorbereiteten. Willi Neu kündigte in seiner aufmunternden Moderation Bearbeitungen von „In dulce jubilo“, „Macht hoch die Tür“ oder „Tochter Zion“ an. In den beiden letztgenannten Liedern wurde das Publikum aufgefordert, nach den langsamen Einleitungen mitzusingen, allerdings nahm Neu die Tempi wenig singfreundlich zu schnell. Zudem fehlte auf der Rückseite des Programms der Text. Zu den atmosphärischen Stücken des Abends gehörten auch die drei Sätze aus dem „Weihnachtsoratorium“ von Camille Saint-Saëns und die „Cantique de Noël“ von Adolph Adam.

Domkantor Rainer Selle griff erneut in die Orgeltasten: Zum „In dulci jubilo“ lieferte er auf der Orgel zwei Choralbearbeitungen von Johann Sebastian Bach und die Miniatur aus „Noël“ von Stefan Kestler. Dessen Stück gestaltete sich als antifestliches Stück mit „O du Fröhliche“ und „Stille Nacht“, welche sich verfremdet drei mal wie hinter musikalischem Stacheldrahtzaun durchquälten. Wie auch letztes Jahr rundeten das Weihnachtspotpourri „O Sanctissima! von Markus Götz und Zugaben das insgesamt doch gelungene Konzert hin zum Schönen ab.

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