Dorfchronik : Geltorfs Gedächtnis schwarz auf weiß

Der Arbeitskreis „Chronik“ mit Frank Noetzel, Renate Nissen, Holger Nissen, Christa Koch, Silke Amthor, Wolfgang Galetz und Johannes Meggers freut sich auf die Präsentation (v.l.). Es fehlen: Inka Baumann, Barbara Waschnick.
Der Arbeitskreis „Chronik“ mit Frank Noetzel, Renate Nissen, Holger Nissen, Christa Koch, Silke Amthor, Wolfgang Galetz und Johannes Meggers freut sich auf die Präsentation (v.l.). Es fehlen: Inka Baumann, Barbara Waschnick.

Ein Arbeitskreis präsentiert die erste Dorfchronik der Gemeinde. Sie enthält 17 Kapitel auf 400 Seiten.

shz.de von
27. November 2013, 17:41 Uhr

Die mühevolle Gemeinschaftsarbeit von nahezu zwei Jahrzehnten hat sich gelohnt: Noch ein letzter Feinschliff, dann ist Geltorfs erste Dorfchronik fertig. Doch bis zur Präsentation, die mit dem traditionellen Adventskaffee am Sonntag, 8. Dezember, ab 14.30 Uhr in „Reimers Gasthof“ einhergeht, hatte der Arbeitskreis „Chronik“ rund um seinen Vorsitzenden Frank Noetzel noch eine Menge zu tun.

Vor rund drei Jahren nahm Noetzel mit Johannes Meggers, Wolfgang Galetz, Christa Koch, Inka Baumann, Barbara Waschnick, Silke Amthor sowie Renate und Holger Nissen die Recherche-Arbeiten für das Werk wieder auf. Das 400 Seiten umfassende Zeitdokument ist der im Jahr 2012 verstorbenen Hilda Meggers, die mit vielen Erzählungen zum Inhalt der Chronik beitrug, gewidmet.

Auf 17 Kapitel verteilt laden nun Geschichten, Fotos und kuriose Besonderheiten den Leser auf eine spannende Zeitreise ein. Der Schatz aus einer Fülle an Bildern und Dokumenten wurde mit Hilfe der Geltorfer Bürger über die Jahre zusammengetragen – und bildet nun das Gedächtnis der Gemeinde. So erfährt der Leser nicht nur Wissenswertes über das Zeitgeschehen der vergangenen Jahrhunderte, den damit verbundenen kulturellen Wandel und die Sozialgeschichte der dörflichen Gemeinschaft, sondern auch die spannende Geschichte über einen ehemaligen Stasi-Spitzel, der zeitweilig in Geltorf lebte. „Dieses mit vielen Bildern versehene Werk soll dazu beitragen, den alteingesessenen Bürgern Vergessenes wieder ins Bewusstsein zu rufen und den Jung- und Neubürgern ihre Heimat näher zu bringen. Auch unserer Gemeinde soll die Chronik als Kontaktbrücke dienen“, sagte Bürgermeister Johannes Meggers.

Im Namen der Gemeinde dankte er allen Autoren, den Mitarbeitern und Bürgern, die am Entstehen der Chronik mitgewirkt haben. Ein weiterer Dank ging an die Sponsoren, ohne deren finanziellen Unterstützung das Erscheinen der Chronik nicht möglich gewesen wäre.

Um die Druckkosten zu bewältigen, werden weiterhin Spenden angenommen, sagte Noetzel. Im Anschluss der musikalisch umrahmten Feierstunde, die mit einem Theatersketch abschließt, kann eines der 300 Exemplare für 35 Euro erworben werden. Nach der Präsentation ist das gebundene Werk auch in der Amtsverwaltung Haddeby erhältlich.

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