zur Navigation springen

Schuby : Geldnot: Kirche verkauft Sozialstation

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Kirchengemeinde Schuby braucht Geld für den maroden Kirchturm – und trennt sich deshalb von ihrer Sozialstation. Der Käufer steht schon fest.

In der Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde St. Michaelis in Schuby gab Pastorin Kerstin Popp bekannt, dass das Gebäude der Sozialstation im Boyebüll zum Januar des kommenden Jahres an die Gemeinde rückveräußert werde. Gründe dafür sind nach Angaben der Pastorin nun anstehende Sanierungskosten für den maroden Kirchturm sowie der nach Brandschutzauflagen geforderte, neue Aufgang zur Orgelempore der Kirche. Beides belaufe sich nach „vorsichtigen Schätzungen“ auf zirka 80  000 Euro. Obwohl der Haushalt durch Einnahmen aus der Kirchensteuer sehr gut ausgestattet sei, könne die Kirchengemeinde dieses Geld nicht aufbringen. Da helfe es auch nicht, so Popp, einen „großen Überschuss“ durch Unterhaltungskosten des Friedhofes erwirtschaftet zu haben.

Das kircheneigene Gebäude sei als Sozialstation vor 20 Jahren mit Erbbaurecht auf dem Grundstück der Gemeinde Schuby errichtet worden. Damals noch als Ergänzung der Altenwohnanlagen konzipiert und bis Ende des Jahres noch zu gleichen Teilen unterhalten. Durch die Rückveräußerung seien nun die Abdeckung der anstehenden Sanierungs- und Baukosten weitestgehend möglich. Bürgermeister Helmut Ketelsen äußerte sich zu diesem Schritt: „Vor 20 Jahren konnten wir das Gebäude nicht errichten. Die Kirche wollte es auch unbedingt, hat uns damit geholfen und nun helfen wir eben der Kirche aus.“ Dass das Diakonie-Zentrum der Region Schleswig Sankt Elisabeth seine angepachteten Räume vorerst weiterhin nutzen darf, sagte er zu.
Pastorin Kerstin Popp konnte zwar eine gute Resonanz auf die Gottesdienste zum plattdeutschen Erntedank oder zum Weltkindertag und auf die mit den Chören und Kitas gestalteten Gottesdienste verzeichnen, aber sie macht sich Sorgen um die rückläufigen Zahlen der Taufen und Hochzeiten in ihrer Gemeinde. Während mehr Goldene Hochzeiten gefeiert wurden, waren es in diesem Jahr nur drei sogenannte Grüne Hochzeiten. Taufen gab es bisher nur 14 im laufenden Jahr.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen