Wohnmobil-Stellplatz am Stadthafen Schleswig : Geheimtipp unter Campern

Genießen mit ihrem Wohnmobil das besondere Flair am Stadthafen:  die Münchner Beate und Peter Zapf.
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Genießen mit ihrem Wohnmobil das besondere Flair am Stadthafen: die Münchner Beate und Peter Zapf.

Der Wohnmobil-Stellplatz am Schleswiger Stadthafen zieht besonders viele Gäste aus Norwegen an.

shz.de von
01. Juli 2015, 18:53 Uhr

Sie sind zwar gerade erst in Schleswig angekommen, aber den Wohnmobil-Stellplatz am Stadthafen haben sie bereits ins Herz geschlossen. Margret Brunhöver (67) und Ehemann Jürgen (77) aus Lehrte bei Hannover sind bereits seit zehn Jahren mit ihrem Wohnmobil unterwegs, hauptsächlich entlang der Ostseeküste Schleswig-Holsteins. „Die Lübecker Bucht ist beinahe unser zweites Zuhause. Aber nun wollen wir die Schlei entlang fahren“, sagt Jürgen Brunhöver.

Zwei Nächte wollen sie mindestens bleiben. „Wenn es uns gefällt, bleiben wir vielleicht sogar noch länger“, meint seine Frau. Der Stellplatz wurde ihnen von Nachbarn und zahlreichen Reisebekanntschaften empfohlen.

Drei Wochen lang wollen sie noch weiterreisen und in dieser Zeit das Schleigebiet auf ihren Fahrrädern erkunden. Nach dem Halt in Schleswig geht es für das Paar über Rendsburg bis hin zur Schleimündung in Maasholm. Die Münchner Urlauber Beate (61) und Peter Zapf (66) machen auf ihrer Deutschlandreise einen Stopp im Stadthafen. Nach gut 40 Jahren Camping-Erfahrung haben die beiden schon große Teile Europas bereist. Nun wollen sie ihr Heimatland erkunden. „Im Baltikum waren wir noch nicht. Die Ostsee gefällt uns aber bislang sehr gut, vielleicht könnte das noch ein Ziel für die Zukunft werden“, überlegt Peter Zapf.

Schleswig stand allerdings bereits von Anfang an auf der Liste ihrer Reiseziele im Norden der Republik. Das Schloss und den Dom wollen sie sich zuerst anschauen, dann sollen die Fahrräder bestiegen werden. Der Stellplatz besticht besonders durch seine Sauberkeit und seine gute Organisation, sagen sie. Außerdem seien die Menschen hier sehr offen und gastfreundlich.

Obwohl die Bayern schon ordentlich in der Welt herumgekommen sind, gibt Beate Zapf zu: „Ich könnte mir vielleicht sogar vorstellen, einmal hier zu leben. Allerdings würde ich die Nähe zu den Alpen schon vermissen. Aber Schleswig hat wirklich schon seinen eigenen Charme.“

Als einer von zahlreichen norwegischen Besuchern auf dem Campingplatz genießt Arne Jorgensen (70) aus Stavanger die Ruhe und das gute Wetter an der Schlei. Der gebürtige Däne hat Ende der 50er-Jahre mit Hilfe des Deutschen Fernsehens begonnen, die Sprache zu erlernen. „Früher gab es nur für einige Stunden dänisches Programm, danach haben wir immer die deutschen Sendungen angeschaut“, erinnert sich Jorgensen.

Seit 2001 war er jährlich in Schleswig, dieses Jahr ist er bereits zum zweiten Mal hier. Er liebt die Radwege entlang der Schlei, außerdem seien der Stellplatz und die Lebenserhaltungskosten sehr preiswert.

Der erfahrene Camper weiß: „Schleswig ist in Norwegen ein echter Geheimtipp.“ Bevor es nach gut einer Woche wieder nach Hause geht, wollen er und seine Reisegefährten aber noch einen Abstecher nach Flensburg unternehmen.

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