Konsul Emanuel Lorentzen : Gedenken an ein Kappelner Vorbild

Enthüllten die Tafel Henning Burkart, Elisabeth Fuhrmann und Jens Burkart (v.l.). Zwei der Enkel leben heute in Bonn und Stuttgart und konnten  nicht  persönlich anwesend sein.  Foto: Engelbert
Enthüllten die Tafel Henning Burkart, Elisabeth Fuhrmann und Jens Burkart (v.l.). Zwei der Enkel leben heute in Bonn und Stuttgart und konnten nicht persönlich anwesend sein. Foto: Engelbert

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09. November 2010, 09:07 Uhr

Kappeln | Kappeln verdankt seinem Einsatz die erste Schleibrücke, die 1925 gebaut wurde und auch für das erste Gymnasium der Stadt setzte er sich ein: Vor 50 Jahren starb Konsul Emanuel Bonnevie Lorentzen. Für sein Engagement zum Wohle der Stadt wurde ihm 1955 die Ehrenbürgerwürde Kappelns verliehen, später auch die Konsul-Lorentzen-Straße nach ihm benannt. Aus Anlass seines 50. Todestages enthüllten seine Enkel jetzt eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus, in der Mühlenstraße 16, in dem er auch starb.

Für seine Enkel ist der Konsul bis heute ein großes Vorbild. "Er war ein Unternehmer alter Schule", sagt Enkelin Elisabeth Fuhrmann. "Ein alter königlicher Kaufmann", ergänzt Jens Burkart. Besonders beeindruckt die Nachkommen, die unternehmerische Ethik ihres Großvaters. "Er war bei seinen Leuten sehr beliebt", erinnert sich Jens Burkart. Er habe sich immer sehr für seine Angestellten eingesetzt. Konsul Lorentzen betrieb einen florierenden Holzhandel, die aus Schweden importieren Stämme aus Fichte, Tanne und Kiefer wurden um Kappelner Hafen gelöscht.

Besonders beeindruckt die Nachkommen, dass der Konsul nicht mit Geld, über das er durchaus verfügte, etwas für seine Stadt tat, sondern durch persönlichen Einsatz. So sei er zweimal in die Hauptstadt Berlin gefahren, berichtet Enkel Jens Burkart, und so lange dort geblieben, bis er erreicht hatte, was er wollte.

Ein weitere Grund für die Enkel mit einer Gedenktafel an ihren Großvater zu erinnern, ist die Stadt touristisch aufzuwerten. Bei Stadtführungen blieben die Gruppen häufig in der Mühlenstraße 16 stehen und die Verdienste des Konsul würden erwähnt, erklärt Jens Burkart. Die Gedenktafel sei nun ein weitere fixer Anziehungspunkt, der Anlass biete, über die Geschichte der Stadt zu informieren. Wenn es weitere solche Tafeln gebe, wäre Kappeln um einige Attraktionen reicher, meint er.

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