Stapelholm : Fusionen sollen Schulstandorte retten

Die Bürgermeister der Schulstandorte  Rainer Rahn (Norderstapel / sitzend  v. li), Thomas Klömmer (Erfde),  Helmut Schriever ( Bergenhusen), Alexander Schmitz-Neuber (Süderstapel /stehend v. li.),   Jochen Tüxsen (Wohlde), Peter Rief (Tielen) und   Ralf Lange (Meggerdorf).
Die Bürgermeister der Schulstandorte Rainer Rahn (Norderstapel / sitzend v. li), Thomas Klömmer (Erfde), Helmut Schriever ( Bergenhusen), Alexander Schmitz-Neuber (Süderstapel /stehend v. li.), Jochen Tüxsen (Wohlde), Peter Rief (Tielen) und Ralf Lange (Meggerdorf).

Anschluss statt Untergang: Die Grundschulen in Bergenhusen und Norderstapel schließen sich dem Standort Erfde an, weil sie allein nicht überleben können.

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04. April 2014, 07:45 Uhr

„Herzlich willkommen zu dieser Mammutveranstaltung.“ Michael Saalberg, Leitender Verwaltungsbeamte des Amtes Kropp-Stapelholm, stimmte die sieben Gemeindevertretungen und einige Zuhörer gleich zu Beginn auf eine lange Sitzung der Mitgliedsgemeinden im Schulverband Stapelholm ein. 57 Gemeindevertreter hatten sich in Sievers Gasthof eingefunden, um über Schul-Zusammenlegungen abzustimmen – ein Thema, über das zuvor Monate diskutiert worden war.

Schon lange vor Beginn des Schuljahres war bekannt, dass weder die Grundschulen in Bergenhusen, Erfde und Norderstapel, noch die Regionalschule in Erfde auf Dauer alleine eine Überlebenschance haben. Deshalb wurden Änderungen und Anpassungen notwendig. In einem ersten Schritt waren sich Bergenhusen und Norderstapel einig geworden und hatten ihre Grundschulen fusioniert. Angesichts der auch zukünftig sinkenden Schülerzahlen hätte diese Maßnahme alleine auf Dauer jedoch nicht ausgereicht. So wurde man sich relativ schnell einig, die Grundschule Erfde mit ins Boot zu holen, um die Schulwege der Erst- bis Viertklässler wenigstens für die nächsten Jahre weiter kurz halten zu können. Am Ende stand das Konstrukt: Erfde wird künftig Hauptstandort, Bergenhusen und Norderstapel werden als Außenstellen betrieben. Die Noch-Regional- und zukünftige Gemeinschaftsschule Erfde wird zu einer Außenstelle der Gemeinschaftsschule Kropp.

Die Grundsatzbeschlüsse und der öffentlich-rechtliche Vertrag hierzu wurden in der Schulverbandssitzung Ende Januar beschlossen. Über die Finanzierung aber gab es erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Wiederholt wurde der Wunsch geäußert, den Finanzierungsmaßstab für die Verteilung der Schullasten zu verändern. Bis jetzt wurden diese Beiträge nach der Finanzkraft der Gemeinden erhoben. Es folgten eine Reihe kurzfristig anberaumter interner Abstimmungsgespräche, bis man sich schließlich auf eine Lösung einigte hatte. Künftig bemisst sich der Beitrag nur noch zur Hälfte nach der Finanzkraft, zur anderen Hälfte nach dem Durchschnitt der Schülerzahlen der letzten drei Jahre.

Da die wesentlichen, teilweise heftig geführten Diskussionen bereits bei den internen Zusammenkünften erfolgt waren, konnte die Gesamtabstimmung an diesem Abend zügig erfolgen. Nach gut zwanzig Minuten stand das Ergebnis fest: 56 Ja-Stimmen stand eine Nein-Stimme entgegen. Gemäß der Gemeindeordnung müssen diese Beschlüsse nun noch von den Gemeindevertretungen bestätigt werden.

Die Sitzung des Schulverbandes unter der Leitung von Bürgermeister Thomas Klömmer aus Erfde als amtierenden Vorsitzenden schloss sich unmittelbar an. Die Abstimmung über dieselben Themen war praktisch ein Selbstläufer, der Schulverband folgte geschlossen den Voten der Gemeindevertretungen.

Die Stapelholmschule in Erfde wird ins Schuljahr 2014/15 mit 35 Kindern in den zwei fünften Klassen starten. Trotzdem werden nur knapp 230 Schüler die Sekundarstufe I besuchen. Der Schulleiterwahlausschuss wurde mit Vertretern der Schulträger (10), der Kollegien und Eltern (je 5) besetzt.

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