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Es geht nur um den Spaß, nie um Geld : „Full House“ im Poker-Club

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die 38 Mitglieder des Schleswiger Vereins treffen sich einmal wöchentlich zum Spielabend.

Gespielt wird nicht um Haus und Hof und schon gar nicht um Kopf und Kragen – es geht um den gemeinsamen Spaß am Poker-Spiel und darum, wer am Ende des Jahres als Punktsieger den Club-Meister-Wanderpokal einheimsen kann.

Seit inzwischen fünf Jahren treffen sich die 38 Mitglieder des Poker-Club Schleswig im Vereinsheim des TSV Friedrichsberg-Busdorf zur wöchentlichen Spielrunde (montags ab 19.15 Uhr). 52 Spielkarten und jede Menge kunterbunt-glitzernde Kunststoff-Chips halten die Poker-Fans – zu denen nur ein weibliches Mitglied gehört – an den beiden grün und blau gepolsterten Tischen in jeder der zahlreichen Spielrunde in Bewegung. Jeder Spielstein steht dabei für eine imaginäre Wertigkeit – ohne jeglichen Einsatz von echtem Geld, versteht sich. Beim Spiel um „Full House“, „Flush“, „Straße“, „Vierling“ oder „Royal Flush“ sind Aufmerksamkeit und Augenmaß jedes einzelnen Mitspielers gefragt. Pokern verspricht Spannung pur, darin sind sie sich einig. Insbesondere das Beobachten der Mimik, Gestik und Spiel-Geschwindigkeit des Gegenübers kann dabei hilfreich sein, um etwa einen Bluff zu erkennen. Denn der ist immer erlaubt. Den Mitspielern in die Karten schauen – das gibt’s indes bei den Schleswiger Spielern nicht. „Fairness geht vor und die Gemeinschaft auch. Wir wollen das Pokerspielen in der Gemeinschaft genießen. Hier geht es nicht um Geld. Das ist kein Hinterzimmer-Poker“, sagt Finn Hansen aus Gammellund, der als Vorsitzender die Geschicke des Vereins lenkt. Stellvertretend zur Seite steht ihm Jörg Carstensen aus Süderbrarup. Als Gründungsmitglied ist Knud Mense aus Schleswig inzwischen die gute Seele des Vereins.

Im wöchentlichen Ringen um die Club-Meisterschaft, deren Pokal von Vereinsmitglied Hartmut Denzel aus Schleswig gespendet wurde, liegt der eigentliche Reiz des Poker-Spielens im Schleswiger Verein. „Beim wöchentlichen Pokern kann ich mich bestens entspannen“, sagt der Busdorfer Stefan Nootbaar. Gemeinsam wolle man weg vom negativen Image des Glücksspieles Poker, das um 1829 in Amerika erfunden wurde – und seitdem die Menschen zum Schummeln verführte, das in Gangster-Filmen immer mit bösen Buben einherging. Und das auch im wahren Leben so manche Familie in den finanziellen Ruin und damit ins Unglück stürzte. Dass Pokern ein Glücksspiel ist und Spielsucht hervorrufen kann, ist auch den Mitgliedern durchaus bewusst. „Wir wollen aber aus der Schmuddel-Ecke herauskommen“, sagt Finn Hansen. Das Miteinander und die gute Stimmung rund um die beiden Poker-Tische im Schleswiger Club-Haus seien immer freundschaftlich. Es werde stets gescherzt und gelacht. Dabei kann eine einzige Karte entscheidend sein, ob man als Verlierer mit einem Klopfen auf die Tischkante verabschiedet wird.

„Greenhorns“, also Anfängern, wird das Spiel bereitwillig beigebracht. Dabei kommt es auch immer wieder mal vor, dass einer von diesen Neulingen am Ende des Abends erstaunt vor einem Riesen-Berg von bunten Spiel-Chips sitzt und als Gewinner nach Hause geht.

Der Schleswiger Poker-Club würde sich über neue Mitspieler und Mitglieder freuen. Sie müssen jedoch älter als 18 Jahre sein. Und vielleicht geht eines Tages mit der Teilnahme am Schleswig-Holstein-Cup auch der Traum eines Mannschafts-Auftritts in Vereins-Trikots in Erfüllung. „Denn auch Sponsoren heißen wir natürlich herzlich willkommen“, sagt Finn Hansen.


Weitere Informationen im Internet unter www.pokerclub-schleswig.de






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