zur Navigation springen

Verletzungsgefahr : Für Sportplatz-Sanierung fehlt das Geld

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anlage des TSV Glücksburg ist in desolatem Zustand / Sozialausschuss verpflichtet neue Streitschlichter

Ein großes Thema auf der Sitzung des Glücksburger Kultur- und Sozialausschusses war der Sportplatz des TSV 09. Er ist in einem desolaten Zustand, bei intensiver Nutzung herrsche sogar Verletzungsgefahr, führten die Ausschussmitglieder Uwe Deppe und Markus Dechange aus. Völlig verdreckt sei er, eine Reinigung sei geplant; Kosten: 2000 Euro. Ein Schnitt gehe durch die Tartanbahn, so dass eine Deutsche Meisterin, wie sie Glücksburg schon hatte, hier nicht richtig trainieren könne. Dechange forderte mehr Kommerzialisierung: Spenden und Gebühren von Nutzern. Eine Werbebande und Fördergelder zum Beispiel von der Förderinitiative Aktivregion möchte er haben. Da sei er dran.

Geldbedarf sieht Stadtvertreter Burkhard Repenning auch bei der Kinderbetreuung. Die Beteiligung der Eltern an den Gesamtkosten möchte er von 21 Prozent, seit 1993 unverändert, auf 35 Prozent anheben. Zu hoch fand dies die Mehrheit der Ausschussmitglieder. Der Antrag wurde abgelehnt. Angenommen hingegen wurde der Vorschlag, eine weitere Kindergartengruppe einzurichten, denn es gibt mehr Anmeldungen als vorhandene Plätze. Der evangelische Kindergarten prüft die Möglichkeit, eine Waldgruppe zu eröffnen. Kosten: 26 500 Euro. Der Vorschlag wurde dem Finanz- und Hauptausschuss übergeben.

Einwohner waren nicht gekommen, aber trotzdem ging es auf der wenig Spannung verheißenden Sitzung überraschend munter zu. In den 20 Jahren seines Bestehens durfte sich zum ersten Mal der „Förderkreis Glücksburger Konzerte“ vorstellen. Die neue Bürgermeisterin Kristina Franke hatte die Vereinsmitglieder dazu ermuntert.

Vereinsvorsitzender Wolfgang Nier ergriff die Gelegenheit, die wirtschaftliche und künstlerische Arbeit des Förderkreises in einem halbstündigen Vortrag vorzustellen. Danach fragte Ex-Vorstand Jörn Krautwurst provokant, warum es neben den eigenen Aktivitäten so wenig Kultur in Glücksburg gebe.

Vehement widersprach Bürgervorsteherin Dagmar Jonas und verwies auf Bridge-Club, Historische Gesellschaft, Bücherei, AG für Ältere Bürger und „Strandgut“. Man verständigte sich schließlich darauf, einen Runden Tisch zu gründen, damit das kulturelle Glücksburg in Zukunft mehr Gemeinschaft erlebe und unter anderem bessere Werbeflächen bekomme.

Die Kacheln von Siegbert Amlers „Vogelflug“ aus dem abgerissenen Rathaus sollen einen neuen Platz erhalten. Die Verwaltung wurde damit beauftragt, diesen zu finden. Zudem darf die muslimische Gemeinde „Ahmadiyya“ einen Baum zum Zeichen des friedlichen Miteinanders in Glücksburg pflanzen.

Michael Puls wurde als neues Ausschussmitglied verpflichtet. Glücksburgs neue Schiedsleute sind Erika Huber und Thorsten Blödorn. Während Huber in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen arbeitet, ist Blödorn Soldat.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen