Bankmanager : Für die Region wird 2013 ein gutes Jahr

Haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Dieter Clausen, Rudolf Kroker, Stefan Flohrs, Thomas Rahn (von links). Foto: dj
Haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Dieter Clausen, Rudolf Kroker, Stefan Flohrs, Thomas Rahn (von links). Foto: dj

HypoVereinsbank stellt Bilanz vor und sieht Wirtschaft auf Erfolgskurs

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13. April 2013, 09:03 Uhr

Schleswig | Die deutschen Ausfuhren sind zwar jüngst zurückgegangen und die Euro-Krise ist nicht ausgestanden, aber die Wirtschaft in der Region kann kaum etwas erschüttern. Davon sind die Verantwortlichen der HypoVereinsbank in Schleswig überzeugt, die gestern ihre - positiv ausgefallene - Bilanz für das vergangene Jahr vorstellten. Der ebenfalls positive Ausblick auf die Entwicklung dieses Jahres ist vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen: Die Auftragsbücher im Handwerk und hier insbesondere in der Baubranche sind voll, und ein Anstieg der historisch niedrigen Zinsen ist nicht in Sicht.

Doch zunächst ein Blick auf das vergangene Jahr: Die Bilanz des Schleswiger Hypo-Geschäftsbereichs stieg auf 145 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus dem Anlagevolumen (104 Millionen, vier Prozent mehr als im Vorjahr) und dem Kreditvolumen (41 Millionen, plus zwei Prozent). Die Zahl der Privatkunden stieg um ein Prozent auf 7600. Angaben zum Ertrag macht das Geldinstitut nur bezogen auf die Konzernebene. Filialleiter Rudolf Kroker zeigte sich darüber erfreut, dass sich die Kunden sehr zufrieden über den Service der Bank geäußert hätten. Bei einem konzerninternen Ranking konnte sich die Schleswiger Filiale im Wettbewerb mit 150 weiteren Hypo-Niederlassungen den ersten Platz erkämpfen. Seitdem hängt im Schalterbereich eine Urkunde mit dem Titel "Kundenzufriedenheits-Champion 2012". Neue Serviceangebote sollen gewährleisten, dass die Kunden zufrieden bleiben. So ist es seit einem halben Jahr möglich, bei Beratungsgesprächen in der Bank per Webcam zum Beispiel auf die Hypo-Spezialisten aus Hamburg zurückzugreifen.

Die Geschäftskunden betreut die HypoVereinsbank über die von ihr geschaffene Unternehmer-Bank. Im IHK-Bezirk Flensburg, zu dem auch Schleswig gehört, wird dieser Geschäftsbereich von Stefan Flohrs geleitet. In Schleswig stehen ihm der stellvertretende Abteilungsdirektor Thomas Rahn und Geschäftskundenbetreuer Dieter Clausen zur Seite. Im Kammerbezirk stieg das Kreditvolumen um fünf Prozent auf 600 Millionen Euro. Und es soll weiter wachsen. Bis Ende des Jahres will das Geldinstitut das Kreditvolumen um mindestens neun Prozent ausweiten. Dies, so Flohrs, lasse sich nur erreichen, wenn man sich aktiv um Neukunden bemühe. Die Bank will dabei mit einer zügigen Kreditzusage punkten, die bei Vorlage aller Unterlagen innerhalb von 48 Stunden vorliegen könne. Als Teil einer Großbank "können wir jede Finanzierung machen, die wir machen wollen", sagte Flohr, ganz gleich, ob es sich um einen 25 000-Euro-Kredit oder eine 15-Millionen-Finanzierung handele. Thomas Rahn setzt dabei auf die regionale Verbundenheit der Mitarbeiter: "Wir wissen genau, wen wir ansprechen können." Zudem komme die Zinssituation den Firmen entgegen, die investieren wollen. Bei einer Top-Bonität sind laut Thomas Rahn Zinssätze zwischen zwei und zweieinhalb Prozent möglich. Vor zehn Jahren waren es über fünf Prozent.

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