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Amt Süderbrarup : Fünf Kirchengemeinden werden zu einer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Kirchengemeinden Böel, Boren, Norderbrarup, Süderbrarup-Loit und Ulsnis wird es ab 2019 nicht mehr geben.

Nach einem langen Prozess des Gedankenaustauschs und teilweise kontroverser Diskussionen streben die Kirchengemeinden der Quellregion eine Fusion zu einer Großgemeinde an. Diese wird dann fast den gesamten Bereich des Amtes Süderbrarup abdecken. Die Fusion soll am 1. Januar 2019 vollzogen werden. Die zugehörige Fusionsfeier ist für Pfingsten 2019 geplant.

Seit 2004 arbeiten die Kirchengemeinden Böel, Boren, Norderbrarup, Süderbrarup-Loit und Ulsnis an einem „Runder Tisch“ intensiv zusammen. Damals musste die Streichung von zwei Pfarrstellen verarbeitet werden. Momentan muss die Region eine Reduzierung von 4,5 auf drei Pfarrstellen verkraften.

Auch bewirkt die neue Finanzsatzung der Nordkirche, dass es kleine Gemeinden zukünftig schwerer haben werden, ihren Haushalt aufzustellen und die laufenden Kosten zu tragen. „Aber Fusion ist nicht alles und vor allem kein Garant dafür, dass alles billiger und besser wird“, warf Pastor Frank Schnoor ein, der gemeinsam mit den Vorsitzenden der Kirchengemeinden und jeweils einem weiteren Mitglied die Lenkungsgruppe bildet. Diese soll den Prozess der Fusion begleiten und vorantreiben.

„Wir müssen die Menschen mitnehmen“, erklärte der Vorsitzende Michael Jürgensen. Das gelte sowohl für die Gemeindemitglieder wie für die Ehrenamtlichen in verschiedenen Kirchenorganisationen. Das Gespräch auf der Straße sei wesentlich. Auch wolle man im Vorhinein die individuellen Strukturen und Besonderheiten der bisherigen Kirchengemeinden bewahren. Dies soll durch die Ortskirchenausschüsse geschehen. „Diese sind für das kirchliche Leben vor Ort verantwortlich“, fuhr er fort. Für übergreifende Themen wie zum Beispiel Regionalgottesdienste, Haushalt, Friedhofs-, Bau- und Landangelegenheiten würden Fachausschüsse gebildet. Für Verwaltungsarbeiten werde ein gemeinsames Kirchenbüro in Süderbrarup eingerichtet, so Jürgensen. Diesem Element sieht Pastor Schnoor freudig entgegen. Denn er hofft, dass er und seine Kollegen Anne Vollert und Burkhard Mentz dadurch von Verwaltungsarbeit entlastet werden. Auch könnten sie sich ihre Aufgaben besser nach ihren Neigungen aufteilen. „Und die Pastorenstellen werden leichter zu besetzen sein, wenn wir einmal in den Ruhestand gehen“, führte er einen weiteren Vorteil des Systems an. Denn die Stelle eines isolierten Landpfarrers in einer kleinen Gemeinde gehörten in seiner Berufsgruppe nicht unbedingt zu den beliebtesten. Ziel der Fusion sei es auch, eine Zukunftsfähigkeit zu erreichen.

Nächster Schritt zur Fusion ist die Wahl des Kirchengemeinderates in Böel am 5. November. In enger Zusammenarbeit sollen dann verwaltungstechnische Probleme wie der neue Name, das Siegel der Großgemeinde sowie Friedhöfe, Bauten und Haushalt geklärt werden. Danach muss das Konzept von Kirchenkreis und Landeskirche genehmigt werden. Ab dem Jahresbeginn 2019 bis zur allgemeinen Kirchengemeindewahl am zweiten Advent 2022 existiert ein Gesamtkirchengemeinderat mit den Mitgliedern aller Kirchengemeinden der jetzigen Ortskirchen.

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