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Schleswiger Nachrichten

16. Dezember 2017 | 05:13 Uhr

Süderbrarup : Frühstück unter Freunden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Seit 23 Jahren lädt die Awo jeden ersten Sonntag im Monat zum Small Talk in den Morgenstunden ins Bürgerhaus ein – und es kommen immer mehr hungrige Gäste. Teilnehmen können auch Nichtmitglieder.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 07:45 Uhr

Seit 23 Jahren gibt es beim Ortsverein der Süderbraruper Arbeiterwohlfahrt (Awo) das „Frühstück unter Freunden“. Und es erfreut sich wachsender Beliebtheit. Der erste Sonntag im Monat ist für etwa 70 Süderbraruper ein fester Termin. Dann hat das Bürgerhaus nicht geschlossen, denn hier gibt es das beste Sonntagsfrühstück des Ortes. „Es ist gemütlich, man wird verwöhnt – und satt“, verrät Christa Witt (67), die seit vier Jahren regelmäßig teilnimmt. Sie sei alleinstehend und dort sei man unter Leuten. Außerdem finde man dort Abwechslung. „Man kann doch nicht nur bei den Kindern herumhängen“, findet sie. Neben ihr sitzt Irmgard Voigt, mit 87 Jahren eine der ältesten Teilnehmerinnen, die seit 20 Jahren kommt. Ihr Schwiegersohn bringt sie hin und für die Rückfahrt hospitiert sie bei einer gehbehinderten Nachbarin, die den Fahrdienst der Awo in Anspruch nimmt.

Die überwiegende Zahl der Frühstücksteilnehmer, die sich ab 8.30 Uhr am Buffet anstellt, haben das sechste Lebensjahrzehnt schon hinter sich. Und alle achten darauf, im Kreise ihrer Bekannten und Freunde zu sitzen. Doch für neue Teilnehmer macht man gerne Platz.

„Das ,Frühstück unter Freunden’ weitet sich immer noch aus“, sagt Awo-Vorsitzender Hans-Heinrich Itzke. Begonnen habe alles am 23. Dezember 1990 mit 20 Personen in der Tagesstätte des Bürgerhauses. Dann sei man umgezogen in den kleinen Saal – später in den großen. Und es sei abzusehen, dass man irgendwann auch die Trennwand zwischen den Sälen öffnen werde.

Am „Frühstück unter Freunden“ könne nämlich jeder teilnehmen – auch Nichtmitglieder. „Das Zeichen der Awo ist das offene Herz und deshalb behandeln wir alle Menschen gleich“, erklärt Itzke. Man müsse sich nur dienstags bis donnerstags von 9 bis 11 Uhr unter der Rufnummer 04641/1062 anmelden.

Vorbereitet wird das Frühstück von den ehrenamtlichen Awo-Mitarbeiterinnen Christina Diekert, Ute Schäfer, Ingrid Brix, Hannelore Gramm, Christa Lausen und Gerda Lüthje. Bereits am Freitag, wenn die genaue Anzahl der Teilnehmer feststeht, wird eingekauft: verschiedene Sorten Wurst und Käse, Mett mit Zwiebeln, Fleischsalat, Marmeladen, Honig, Butter, Obst, Salat, Kaffee und Eier. Am Sonnabend werden die Tische gedeckt und der Raum dekoriert. Am Sonntag ist Großkampftag. Bereits um 5.30 Uhr treffen sich die Helfer in der Küche und kochen die erste Kanne Kaffee. Etwa 50 werden es insgesamt werden. Brötchen werden frisch vom Bäcker geholt, die Platten mit Käse und Wurst dekoriert. Und dann, wenn alle Vorbereitungen erledigt sind, kommt das wichtigste: das Frühstück des Vorbereitungsdienstes. Denn wenn die Gäste erst einmal da sind, sind alle damit beschäftigt, Nachschub ans Buffet und an die Tische zu liefern. Dadurch sieht es niemals abgeräumt oder verwüstet aus.

Selbst die Mitteilung, dass der Frühstückspreis im kommenden Jahr auf sechs Euro erhöht wird, wird beklatscht. Und erst kurz vor der Mittagszeit löst sich die Frühstücksrunde auf.

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