Schleswiger Hafencafé : Frischer Wind am Schleiufer

Haben bis zur Eröffnung ihres Cafés noch eine Menge zu tun:  Lars Reiprich und Sara Haupt.
Haben bis zur Eröffnung ihres Cafés noch eine Menge zu tun: Lars Reiprich und Sara Haupt.

Entwicklung des Stadthafens geht weiter: Nach dem Ausbau des Wohnmobil-Stellplatzes eröffnet am Sonntag des „Kaphörnchen“ im neuen Pavillon.

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13. März 2014, 07:45 Uhr

Eigentlich wissen Sara Haupt und Lars Reiprich in diesen Tagen vor lauter Arbeit kaum noch, wo ihnen der Kopf steht. Schließlich sind sie mittendrin im Endspurt. Drei Tage noch, dann ist es soweit. Dann eröffnet ihr Café am Stadthafen. Und obwohl sie bis dahin noch etliche Kisten schleppen, Stühle rücken und Gläser polieren müssen, sind sie ständig dabei, werden sie in ein Pläuschchen nach dem anderen verwickelt. Denn alle Nase lang guckt ein neugieriger Spaziergänger oder eine Joggerin in den gläsernen Pavillon und will wissen, wann die beiden denn endlich eröffnen. „Gerade bei diesem schönen Wetter, wenn hier so viel los ist, kommt man kaum ans Arbeiten. Aber es macht auch viel Spaß zu sehen, dass die Menschen sich für uns interessieren“, sagt Sara Haupt.

Dieses gesteigerte Interesse an dem neu gestalteten Café hat Gründe. Denn bereits seit 2010 war das Paar mit seiner Eisdiele, dem „Eishörnchen“, am Hafen präsent. Der damals noch knapp sechs Quadratmeter große Verkaufsstand hat sich seither zum echten Anziehungspunkt gemausert. Und so stand von Seiten der Stadtwerke schnell fest, dass Haupt und Reiprich beim ohnehin geplanten Ausbau des Pavillons die Chance bekommen sollten, auch ihr eigenes Angebot zu erweitern.

Dabei ist in den vergangenen Wochen aus dem kleinen „Eishörnchen“ ein 110 Quadratmeter großes „Kaphörnchen“ geworden. Eine ganz bewusste Namensänderung, wie Lars Reiprich erklärt. „Denn es gibt hier in Zukunft nicht mehr nur Eis, sondern auch andere Speisen. Vom Frühstück über selbst gebackene Kuchen bis hin zum Abendessen ist alles dabei. Man kann aber auch einfach hier sitzen und Wein, Bier oder Cocktails trinken – und zwar ganzjährig“, sagt der 45-Jährige, der für die Zukunft auch Musikveranstaltungen oder Aktionen rund um die Fußball-WM im Sommer ankündigt.

Wie genau das kulinarische Angebot aussehen wird, davon können sich die Gäste erstmals am kommenden Sonntag, 16. März, ein Bild machen. Ab 12 Uhr öffnet das „Kaphörnchen“ seine Türen. Und sollte sich das Wetter bis dahin halten, wird es wohl nicht lange dauern, bis die insgesamt 80 Sitzplätze, 40 davon draußen, besetzt sind. „Wir sind tierisch nervös, aber freuen uns riesig. Denn es ist hier genau so schön geworden, wie wir es uns vorgestellt haben“, sagt Sara Haupt, die sich mit ihrem Lebensgefährten nun erst einmal auf eine Menge Arbeit einstellt. „Wir werden in den nächsten Monaten wohl kaum etwas anderes machen“, sagt die 27-Jährige und fügt an: „Wir hoffen, dass sich bis spätestens Ostern alle Abläufe gut eingespielt haben.“

Die Chancen darauf stehen nicht schlecht. Denn erstens können die beiden auf die Hilfe eines fest angestellten Mitarbeiters sowie von zehn Aushilfen bauen. Und zweitens sind Haupt und Reiprich keine Neulinge in der Gastronomie. Neben ihrer Eisdiele am Hafen betreiben sie seit 2008 ein weiteres „Eishörnchen“ an der Mönchenbrückstraße – das weiterhin geöffnet bleibt.

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