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Schleswiger Nachrichten

21. August 2017 | 03:16 Uhr

Schleswig : Frischekur für das Tilo-Café

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Dank Spendengeldern der Stammkunden konnte das Herzstück des Mehrgenerationenhauses im Lollfuß jetzt renoviert werden.

Seit etwa acht Jahren gibt es jetzt das Mehrgenerationenhaus (MGH) und den Treff im Lollfuß – kurz „Tilo“. Seitdem sind dort unzählige Schleswiger ein- und ausgegangen, haben sich insbesondere im gleichnamigen Café getroffen und ausgetauscht, hier Live-Musik gehört oder Vorträgen gelauscht. Entsprechend abgenutzt hatten sich zuletzt nicht nur einige der Möbel, sondern auch der Teppichboden im „Herzstück des Hauses“, wie dessen Leiterin Sabine Bogner betont, präsentiert. „Es war also höchste Zeit, dass da was passiert.“

Da das Geld in der vom Paritätischen Wohlfahrtsverband betrieben Einrichtung jedoch stets knapp bemessen ist, kam Bogner im vergangenen Sommer auf die Idee und stellte eine Spendenbox im Café auf, in die Stammgäste ihren Beitrag zur Renovierung einzahlen konnten. Anfang dieses Jahres erfolgte der Kassensturz – mit einem erstaunlich guten Ergebnis: mehr als 3500 Euro waren bei der Aktion zusammen gekommen. Geld, das jetzt nicht nur in einen nigelnagelneuen Teppichboden investiert wurde.

Auch vier Sessel, die von den Gästen besonders gerne genutzt werden, konnten mit neu genähten Bezügen ausgestattet werden. „Da bei uns regelmäßig das Repair-Café stattfindet, in dem alte, defekte Dinge wieder auf Vordermann gebracht werden, haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, sagt Bogner. Die Alternative wäre gewesen, neue, aber deutlich minderwertige Möbel anzuschaffen. „Uns ist aber der Polsterer, ähnlich wie der Teppichverleger, im Preis sehr entgegengekommen.“ Außerdem habe sich auch die Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg (ASF) mit einem größeren Betrag an der Spendenaktion beteiligt – eben weil das Repair-Café sich dem Erhalt von guter Qualität verschrieben hat und dadurch einen Beitrag dazu leiste, Müll zu vermeiden. „Es hat uns ungeheuer gefreut, dass unsere Gäste und Förderer uns so sehr bei dieser Aktion unterstützt haben – und dass ihnen dieses Café so viel wert ist. Da sind wir schon mächtig stolz drauf“, sagt Bogner.

Ob sich die Investitionen gelohnt haben, davon können sich die Gäste des Tilo-Cafés – nach einer nur kurzen Renovierungs-Pause – ab heute selbst ein Bild machen. Insgesamt, so Sabine Bogner, kämen täglich im Durchschnitt etwa 60 Besucher in das Haus im Lollfuß 48. Besonders das Café sei dabei ein Treffpunkt für Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. „Hierher kommt jeder. Egal ob Lehrer, Richter, Rentner oder Hartz-IV-Empfänger. Ich denke, wir sind die einzige Einrichtung weit und breit, die es wirklich geschafft hat, inklusiv zu sein“, meint die MGH-Leiterin, die zudem betont, „dass dieses Café „kein Sozial-Café ist“, sondern einfach ein gemütlicher Ort, an dem man sich begegne – und zwar auf Augenhöhe.

Geöffnet ist das Tilo-Café montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils durchgängig von 9 bis 18 Uhr. An jedem ersten Sonnabend im Monat findet das Repair-Café statt (14-17 Uhr), immer am zweiten Sonntag im Monat wird ab 10 Uhr zum Frühstück mit Live-Musik eingeladen. Zudem gibt es regelmäßig Kinovorführungen und „Leinwand-Konzerte“. Weitere Infos unter Tel. 0  46  21/2  77  48 oder 41  99  65.

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erstellt am 14.Apr.2015 | 07:40 Uhr

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