Hausanschlüsse : Frisch gepflasterte Straße auf der Freiheit wieder aufgerissen

Die 'Kleine Breite': Die neuen Reihenhäuser erhalten Wasser- und Gasanschlüsse. Foto: jensen
Die "Kleine Breite": Die neuen Reihenhäuser erhalten Wasser- und Gasanschlüsse. Foto: jensen

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11. August 2011, 10:28 Uhr

Schleswig | Das Pflaster auf der neuen Wohnstraße "Kleine Breite" auf der Freiheit liegt erst seit wenigen Wochen. Jetzt ist es schon wieder aufgerissen worden. Die Stadtwerke legen Hausanschlüsse für drei der Reihenhäuser, die dort derzeit entstehen. Spaziergänger, die das beobachteten, sprachen von einem "Schildbürgerstreich". Bauamt und Stadtwerke sprechen hingegen von einem ganz normalen Vorgang. "Der Auftrag für die Hausanschlüsse ist bei uns erst sehr spät eingegangen, andernfalls hätten wir ihn natürlich angelegt, bevor die Straße befestigt wurde", sagte Klaus Jöns, Bereichsleiter Technischer Service bei den Stadtwerken. Die Kosten für die zusätzlichen Bauarbeiten trage der Grundstückseigentümer. Man habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, vorsorglich Hausanschlüsse an die Grundstücksgrenze zu legen. "Oftmals ist im Vorwege gar nicht klar, wo die Anschlüsse überhaupt liegen sollen", so Jöns. Wolfgang Eitel vom Fachbereich Bau in der Stadtverwaltung bringt ein weitere s Argument: "Rausgelegte Stutzen für die Wasserversorgung sind hygienisch ein Problem, weil das Wasser dort nicht fließt, sondern in ihnen steht."

Warum wurden die Wohnstraßen auf der Freiheit überhaupt schon jetzt gepflastert, obwohl sehr viele Grundstücke noch unbebaut sind und noch zahlreiche Hausanschlüsse verlegt werden müssen? Dazu Wolfgang Eitel: "Die Straßen werden mit Städtebauförderungsmitteln finanziert. Da sind Fristen einzuhalten, andernfalls müssten wir Zweckentfremdungszinsen zahlen." Lieber nehmen man daher billigend in Kauf, die Anschlüsse nachträglich zu verlegen. Der Aufwand halte sich in Grenzen, weil keine Asphaltdecke aufgerissen werde, sondern man das kleinformatige Ziegel-Pflaster nach den Bauarbeiten erneut einsetzen könne.

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