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Baustellen-Stress : Freie Fahrt ab Mitte Oktober

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit monatelanger Verspätung soll die A7-Brücke im Zuge der K 39 bei Jagel in vier Wochen wieder freigegeben werden. Die Verzögerungen kamen zustande, weil nicht nur saniert, sondern die Brücke auch für den zunehmenden Lkw-Verkehr verstärkt werden musste.

Eigentlich sollte die Brücke über die Autobahn zwischen Jagel und Dannewerk (K 39) längst saniert und für den Verkehr frei sein, doch noch immer müssen sich Fahrzeuge auf einer Spur durch die Dauer-Baustelle zwängen. Vor dem Hintergrund des massiven Lkw-Aufkommens durch das Rader-Hochbrücken-Debakel ist die Verzögerung besonders ärgerlich. Doch jetzt macht der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (Flensburg) Hoffnung auf ein Ende der Leidenszeit. Mitte Oktober, heißt es, werden die komplizierten Arbeiten abgeschlossen sein.

Nachdem sich die Brückenbauarbeiten durch den frühen Wintereinbruch im vergangenen Jahr und die bis ins Frühjahr anhaltende Kälte um Monate verzögert hatte, sollen die Arbeiten seitdem ohne Probleme laufen. Dass sie trotzdem die Nerven der Autofahrer anhaltend strapazieren, liegt offenbar an der Komplexität der Sanierung.

Nach Angaben der stellvertretenden Behördenleiterin Stefanie Berkner muss das Bauwerk nicht nur saniert werden, sondern ausgehend von statischen Nachberechnungen auch so verstärkt werden, dass die Brücke dem heute üblichen Schwerlastverkehr auf Dauer gewachsen ist.

Zwei Alternativen standen zur Wahl: der Einbau von Betonstahl oder das Einbringen von Kohlefaser-Lamellen. Man entschied sich für den moderneren Baustoff. Das Problem: Die sogenannten CFK-Lamellen können nur in den Brückenkörper eingeklebt werden, wenn die Betontemperatur mindestens acht Grad und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent beträgt. Das war in diesem Jahr lange nicht der Fall, so dass auf der Baustelle gähnende Leere herrschte. „Erst im Hochsommer hatten wir optimale Bedingungen“, so Berkner.

Derzeit sind Arbeiter damit beschäftigt, die nördlichen Kappen der Brücke zu betonieren. Anschließend muss dann noch die Straße asphaltiert werden. Gerüchten, es haben zwischenzeitlich Probleme mit den beteiligten Firmen gegeben, tritt Berkner entgegen. „Davon ist mir nichts bekannt, es läuft alles nach Plan.“ Und sie betont, dass auch der Einbau von Betonstahl nicht weniger zeitaufwändig gewesen wäre, so dass es zum laufenden Szenario nur eine deutlich teurere und langwierigere Alternative gegeben hätte: Abriss und daneben Neubau der Brücke.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 08:00 Uhr

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