zur Navigation springen

Schleswig : FKKZ: Bürgermeister wehrt sich gegen Vorwürfe

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Freie Kultur- und Kommunikationszentrum (FKKZ) bekommt kaum Geld von der Stadt – Schuld sei das FKKZ selbst, sagt Bürgermeister Arthur Christiansen.

Bürgermeister Arthur Christiansen und die Sozialausschuss-Vorsitzende Marion Callsen-Mumm (SPD) haben Kritik zurückgewiesen, die Stadt würde sich nicht ausreichend für den Erhalt des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) auf der Freiheit einsetzen. Wie berichtet, wird das FKKZ seine Räume auf dem ehemaligen Kasernengelände im kommenden Jahr voraussichtlich verlassen, weil der Eigentümer Team Vivendi steigende Betriebskosten geltend macht.

Der Vorsitzende des Trägervereins, Arne Olaf Jöhnk, der für die Freien Wähler auch Mitglied der Ratsversammlung ist, und FKKZ-Geschäftsführer Jan-Friedrich Dünne hatten in einem Leserbrief an die Schleswiger Nachrichten bemängelt, die Stadt Schleswig habe sich „bisher leider nichts Konkretes einfallen lassen, um dieses Stück Kultur in Schleswig halten zu können“. Vor dem Sozialausschuss sagte Christiansen nun zu diesem Vorwurf: „Ich finde das nicht in Ordnung.“ Die Stadt habe mehrfach eine Mitfinanzierung angeboten, im Gegenzug aber um einen Kosten- und Finanzierungsplan gebeten, den dass FKKZ nicht vorgelegt habe. „Wir müssen die Spielregeln beachten, das ist die Grundlage für alles“, erklärte der Bürgermeister. Wie viel Geld die Stadt der Einrichtung zahlen würde, ist bislang offen.

Die FKKZ-Vertreter hatten immer wieder bemängelt, dass die Stadtverwaltung für die Gewährung von Zuschüssen mehr bürokratischen Aufwand verlange als das Bundesbauministerium für die deutlich höheren Zuwendungen aus dem inzwischen ausgelaufenen Förderprogramm „Jugend belebt Leerstand“.

Die Ausschuss-Vorsitzende Marion Callsen-Mumm, die ebenso wie CDU-Vertreterin Susanne Ross das FKKZ in der Pflicht sieht, seine Bilanzen vorzulegen, betonte, dass die Stadt unabhängig vom Streit um die Zuschüsse bei der Suche nach einer neuen Bleibe helfen solle. „Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, das FKKZ in Schleswig zu halten“, sagte sie. Jöhnk hatte zuletzt den Umzug auf ein ehemaliges Bundeswehrgelände im Umland ins Gespräch gebracht.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Sep.2015 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen