Fit für die neue Segelsaison

Segelboote  'im Winterschlaf'.
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Segelboote "im Winterschlaf".

Neue Lackierung und Technik für die Segelboote, ein Fitnessprogramm für die Ruderer und Paddler: Im Winter bereiten sich die Wassersportler auf die neue Saison vor.

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19. Januar 2009, 10:16 Uhr

Schleswig | Die Boote sind aus dem Wasser, die Schlei teilweise noch vereist: Zeit für einige wichtige Arbeiten an den liebsten Stücken. Bereits im Oktober beginnt Takelmeister Uwe Jessen, die schweren Fahrzeuge des Schlei-Segel-Clubs am Strandweg mit dem 10-Tonnen-Kran an Land zu heben. Den ganzen Winter über liegen die Yachten dann an Land - vor oder in der Halle.

140 Schiffe sind im Sommer an der Marina vertäut. Bis zu fünfzig Boote passen in die vereinseigenen Hallen, noch einmal dreißig liegen davor. Der Rest wird von den Vereinsmitgliedern zu Hause gepflegt. "Die wichtigsten Arbeiten im Winter sind das Abschleifen des Unterwasserschiffes und die anschließende Lackierung mit Anti-Fowling", erläutert Jessen. "So setzen sich keine Muscheln am Rumpf fest." Denn je glatter die Oberfläche abgeschliffen werde, desto schneller komme das Schiff im Sommer in Fahrt.

Doch auch über Wasser wird im Winter geschmirgelt, lackiert und gebastelt. Moderne Technik hält immer häufiger Einzug auf den Seglern: "Ich habe mir einen Kartenplotter eingebaut. Damit brauche ich keine großen Seekarten mehr, sondern habe alles auf dem Bildschirm", erklärt Jessen. Ein anderer Schlei-Segler hat sich eine neue Wetterstation gegönnt. In den Wintermonaten ist auch Zeit, die Maschinen gründlich zu warten. Auch bei den Ruderern und Kanufahrern läuft zur Zeit das Winterprogramm: Statt auf die Schlei geht es für die Ruder-AG der Lornsenschule in den Kraftraum im Gebäude des Domschulruderclubs am Luisenbad. "Im Winter sind wir normalerweise drinnen auf den Trainingsgeräten", sagt Jochen Fritzsch, der Leiter der AG. "Die Schüler sind aber so verrückt, dass sie manchmal auch bei diesen Temperaturen auf das Wasser gehen", erzählt der Sportlehrer. Ähnlich ist es beim Schleswiger Kanu-Club. Zweimal in der Woche wird in der Wilhelminenschule die Fitness gestärkt. Wenn das Wasser eisfrei ist, wird laut dem zweiten Vorsitzenden Uwe Montag aber das ganze Jahr über gefahren: "Früher war zwischen dem traditionellen Abpaddeln im Oktober und dem Anpaddeln im April Pause. Das ist heute aber nicht mehr so."

Ein besonderes Pflegeprogramm für die Kanus und Kajaks gibt es nicht, die Kunststoffboote sind pflegeleicht. Ähnlich sieht es bei den Ruderbooten aus. Eine umfangreiche Winterpflege ist nicht nötig: "Die Boote werden in der Regel kurz vor Saisonbeginn gewartet", so Fritzsch.

Saisonbeginn - das ist für die Wassersportler Anfang April. Dann geht es auch für Uwe Jessen, der seit 1965 im Schlei-Segel-Club ist, wieder aufs Wasser. Denn: "Das Segeln ist doch das Schönste auf der Welt!"

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