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Schleswiger Nachrichten

11. Dezember 2017 | 20:42 Uhr

„Fidget Spinner“ erobern Schleswig

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die bunten Handkreisel sind zurzeit auch an der Schlei der absolute Hit.

von
erstellt am 10.Jun.2017 | 07:08 Uhr

Die Dinger gehen weg wie warme Semmeln. Weltweit und inzwischen auch in Schleswig und Umgebung: „Fidget Spinner“ sind zurzeit der absolute Renner. Überall sieht man Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene, die mit den bunten Handkreiseln herumjonglieren. Dabei hatte bis vor wenigen Wochen noch kaum jemand eine Ahnung, was es mit diesen komischen Teilen auf sich hat.

„Kurz nach Ostern hatten wir mal einen Kunden, der danach fragte. Aber da wusste ich noch nichts damit anzufangen“, sagt Wiebke Siemen. Das aber hat sich längst geändert. Sie ist Verkäuferin bei „Spielwaren Pfeiffer“ im Stadtweg und fängt gleich an zu grinsen, wenn man sie auf die „Fidget Spinner“ anspricht. Aus gutem Grund: Schließlich gebe es täglich bis zu 50 Anfragen, direkt im Laden oder telefonisch. Kein Wunder, dass die Bestände gestern leer gefegt sind. Aber für Nachschub ist bereits gesorgt. „Wir haben sogar schon einige Vorbestellungen. Der Trend geht längst zum Zweit- oder Dritt-,Spinner‘. Das ist Wahnsinn“, sagt sie.

Bei „Fantasia“, ebenfalls im Stadtweg, gibt es noch einige Exemplare. Allerdings nur die Standard-Modelle. „Die gehen zwar auch sehr gut“, sagt Verkäuferin Julia Meyran, „aber noch gefragter sind die mit LED-Beleuchtung.“ Und bis die da sind, dauert es noch ein paar Tage.

Wenige Meter weiter in der Buchhandlung Liesegang dasselbe Bild: Auch hier liegen noch einige „Fidget Spinner“ an der Kasse aus, wer aber die LED-Variante möchte, muss sich noch ein paar Tage gedulden. „Die Nachfrage danach ist sehr groß. Wir hoffen, dass die neuen Modelle im Laufe der kommenden Woche da sind“, sagt Verkäuferin Martina Wlodarczak, die inzwischen eine „Fidget Spinner“-Fachfrau ist. „Es gibt auch die Versionen ,Glitzer‘ und ,Glow in the dark’“, erklärt sie. Und wer nicht nur auf die Optik achtet, sondern auch noch Kunststücke mit seinem Handkreisel machen möchte, kann gleich das frisch eingetroffene Buch „Fidget Spinner – Die besten Tricks und Hacks“ mitnehmen.

Die meisten Nutzer allerdings lernen ihre Tricks nach der Methode „Learning by doing“ oder gucken sie sich bei anderen ab. So wie Lilly Wiethe aus Fahrdorf. Die Zehnjährige, die im Sommer an die Domschule wechselt, ist – so wie der Rest ihrer Klasse – voll im „Fidget Spinner“-Fieber. Vor der Schule, in der Pause, nach der Schule: Das kleine Ding hat sie immer in der Tasche und holt es so oft wie möglich raus, um damit neue Kunststücke einzustudieren. So kann sie ihren Kreisel längst nicht mehr nur in der Hand drehen lassen, sondern auch auf der Stirn, dem großen Zeh oder der Ellenbogenspitze. „Es macht einfach richtig viel Spaß sagt sie.“

Das weiß auch Kerstin Günter. Die Lehrerin an der Dannewerkschule hat ihren Kindern ebenfalls „Fidget Spinner“ gekauft. Aber: Im Unterricht duldet sie die Spielzeuge nicht. „Bei uns hat fast jeder Schüler so ein Teil. Aber wenn sie während der Mathestunde damit rumhantieren, stört das schon. Deswegen ab damit in den Ranzen“, sagt Günter. Allerdings überlege sie, die „Fidget Spinner“ mal in den Sportunterricht einzubauen. „Das könnte klappen.“

Damit allerdings sollte sie sich beeilen. Denn so schnell der Trend gekommen ist, so schnell kann er auch wieder abebben. Das „Tamagotchi“ aus den 90er Jahren und die bunten Loom-Gummibänder, die vor zwei Jahren plötzlich in waren, lassen grüßen.

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