Gelting : Feuerwehrwagen gestohlen und in Graben gesetzt

Vollkommen zerstört liegt das Löschfahrzeug der Feuerwehr Gelting nach dem Unfall im Graben.
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Vollkommen zerstört liegt das Löschfahrzeug der Feuerwehr Gelting nach dem Unfall im Graben.

Weit kamen sie nicht: Unbekannte haben in der Nacht das einzige Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Gelting gestohlen. Kurz darauf landeten sie im Graben.

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25. Juli 2009, 07:37 Uhr

Notruf um 4.13 Uhr bei der Polizei in Schleswig: Ein Anwohner meldet auf der B199 bei Lehbek (Kreis Schleswig-Flensburg) einen Lkw-Unfall. Die umliegenden Feuerwehren werden alarmiert, auch die Feuerwehr Gelting. Doch als die freiwilligen Helfer in ihrem Gerätehaus eintreffen, fehlt ihr einziges Einsatzfahrzeug. Es ist der Lkw, der bei Lehbek im Graben liegt.
Am Wrack ist kein Mensch zu sehen. Der oder die Täter hatten das Rolltor des Gerätehauses erheblich beschädigt, sind mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 16 auf die Bundesstraße gefahren. Nach nicht einmal einem Kilometer kam der Wagen dann in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab, stürzte in den Graben und blieb auf der Seite liegen. "Er hatte sich vermutlich mehrfach überschlagen und liegt nun völlig zertrümmert im Straßengraben", sagte Polizist Hans-Jürgen Thomsen am Einsatzort.
Sonderfahrzeug für Verkehrsunfälle
Der Feuerwehrwagen und seine Sonderausstattung für Verkehrsunfälle sind komplett zerstört. Schaden: 450.000 Euro. Mehr noch: Die Feuerwehr Gelting hat nun erstmal kein Auto mehr. Das LF 16 war dort speziell für den Einsatz bei Verkehrsunfällen stationiert und mit speziellem Gerät ausgestattet, das andere Wehren der Umgebung nicht vorhalten.
"Obwohl die Gemeinde versichert ist, haben wir einen großen Verlust", sagte Geltings Bürgermeister Uwe Linde. Er hofft nun darauf, so schnell wie möglich Ersatz für das zerstörte Fahrzeug beschaffen zu können.
Polizei sucht Zeugen
Der oder die Täter konnten unterkannt von der Unfallstelle entkommen. Ob sie sich verletzt haben, will die Polizei nun ermitteln. Sie bittet um Mithilfe von Zeugen, die etwas beobachtet und Hinweise zu den möglichen Tätern geben können - unter Polizeiruf 110.
Die B199 war für dreieinhalb Stunden halbseitig gesperrt - der Einsatzwagen musste mit schwerem Gerät geborgen werden.


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