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Ehrenkreuz : Feuerwehr zeichnet Thorsten Dahl aus

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Bürgermeister reagierte überrascht und gerührt. Beachtliche Jahresbilanz 2013: Insgesamt 460 Einsätze für 97 Ehrenamtliche.

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erstellt am 13.Jan.2014 | 13:46 Uhr

Es war ein Abend, der den noch amtierenden Bürgermeister Thorsten Dahl sprachlos machte. Als er der Einladung zu einem seiner letzten offiziellen Termine folgte und am Freitagabend im Gerätehaus an der Königstraße den Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Schleswig besuchte, hatte er zwar seine Notizen für ein Grußwort in der Hand, musste dann aber improvisieren. Der Grund dafür war die für Dahl überraschende Auszeichnung mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber, das ihm Wehrführer Sönke Schloßmacher verlieh: „Wir möchten uns damit für die vergangenen zwölf Jahre bedanken. Du hast dich immer für unsere Arbeit interessiert und dich immer für uns eingesetzt“, erklärte der Schleswiger Wehrführer.

Ein sichtlich gerührter Bürgermeister unterstrich anschließend, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Feuerwehr stets gewesen sei und dass er ihr auch weiterhin eng verbunden bleiben werde. Neben dem Orden, der als Zeichen der allgemeinen Anerkennung für besondere Verdienste im Feuerwehrwesen durch den Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein verliehen wird, schenkten ihm die Feuerwehrmitglieder eine Statue des Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren. Dieser solle über sein Zuhause wachen und es vor Feuer schützen, hieß es.

Zuvor hatte Sönke Schloßmacher ein Resümee über das Jahr 2013 gezogen. Die insgesamt 97 ehrenamtlich tätigen Kameraden seien zu 460 Einsätzen gerufen worden. Das sprenge alle bisherigen Statistiken und sei auf zahlreiche Einsätze in Zusammenhang mit Orkan „Christian“ im Oktober zu erklären, meinte er. Der Herbstorkan hatte die Schleswiger Feuerwehr allein 68 Mal ausrücken lassen. „Nun liegen wieder zwölf Monate voller Herausforderungen und neuer Aufgaben vor uns“, betonte der Wehrführer, der besonders im Hinblick auf die dringend benötigten neuen Gerätehäuser der Wehren Altstadt und Friedrichsberg darauf hoffe, dass „bald die Finanzierung steht und es losgehen kann“.

Die zweite große Herausforderung dürfte die Rekrutierung neuer Mitglieder sein: „Wir beginnen bereits in den Kindergärten und Schulen mit der Brandschutzerziehung. Unsere Jugendfeuerwehr ist sehr gut aufgestellt. Leider ist es so, dass viele Jugendliche, die später bei uns nachrücken könnten, aufgrund ihrer Ausbildung Schleswig verlassen“, bedauert Sönke Schloßmacher, der selbst seit über zwölf Jahren in der Wehrführung tätig ist.

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