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Schleswiger Nachrichten

17. Oktober 2017 | 17:54 Uhr

Schaalby : Feuerwehr ruft zur Typisierung auf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein an Leukämie erkrankter Feuerwehrmann braucht einen Stammzellenspender, um zu überleben. Am 8. Februar findet eine Typisierungsaktion in Schleswig – in der Hoffnung, einen geeigneten Spender zu finden.

von
erstellt am 16.Jan.2014 | 07:45 Uhr

In einem bewegenden Aufruf bat Frank Brammer, Wehrführer aus Moldenit, während der Jahresversammlung der Feuerwehren des Amtes Südangeln um die Unterstützung für einen an Leukämie erkrankten Kameraden. „Eure Kameradschaft ist gefordert, wir müssen alles tun, damit unserem Feuerwehrkameraden geholfen werden kann“, sagte Brammer. Die Gelegenheit ergibt sich am 8. Februar. Dann findet im Verwaltungsgebäude der Nord-Ostsee-Sparkasse eine Typisierungsaktion statt. Alle Freiwilligen (nicht nur Feuerwehrleute) zwischen 18 und 55 Jahren können durch einen einfachen Bluttest untersuchen lassen, ob sie als Spender in Frage kommen. „Wir hoffen, dass viele dem Aufruf folgen und unsere Aktion Erfolg hat“, sagte Frank Brammer.

Amtswehrführer Klaus Uck sagte alle erdenkliche Unterstützung zu. „Wir werden auch über den Kreisfeuerwehrverband versuchen, möglichst viele Menschen zu aktivieren, damit keine Chance der Hilfe vertan wird.“

Zuvor hatte Uck das zurückliegende Jahr noch einmal Revue passieren lassen. 2013 war mit rund 350 Alarmierungen das einsatzreichste Jahr seit Bestehen des Amtes Südangeln. Maßgeblich daran beteiligt waren die Stürme Christian und Xaver, bei denen die neu gebildete Amtswehrführungsstelle ihre Feuertaufe erfolgreich bestand. Nach dem Ausfall der Leitstelle in Harrislee wurde die Koordination von mehr als 80 Einsätzen übernommen. „Diese gewaltige Zahl zeigt die hohe Bedeutung unserer Wehren in der Fläche“, resümierte Uck.

Durch den Zulauf von zwei neuen Einsatzfahrzeugen für die Feuerwehren Struxdorf und Schaalby konnte die Ausstattung weiter verbessert werden. „Unser Amt hat jetzt im technischen Bereich alle Anforderungen der Brandschutzbedarfsplanung erfüllt“, unterstrich der Amtswehrführer, „und mit der Beschaffung von zwei Eisrettern und einer Seilwinde für das neue Fahrzeug der Feuerwehr Twedt, werden wir auch in diesem Jahr die Einsatzmöglichkeiten der Wehren erweitern“.

Sehr unzufrieden zeigte man sich über den Sachstand der Einführung des Digitalfunks. „Wir alle haben genau vor einem Jahr unsere Schularbeiten gemacht und den Bedarf auch zeitgerecht an die Kreisverwaltung gemeldet. Von dort gingen die Bestellungen nach Kiel – und jetzt stockt alles“, stellte Amtswehrführer Uck fest.

Die Ausschreibung für die neue Technik ist offenbar immer noch nicht veröffentlicht. Selbst bei optimalem Verlauf werde es nicht vor Juli zur Auftragsvergabe kommen. Probleme bereite auch die Netzstärke im Amt Südangeln. Die Ergebnisse einer Probemessung seien für das Amt nicht zufriedenstellend. „Besonders im Bereich Böklund und der Tolkschau ist die Funkversorgung nicht optimal.“

Besonders aktiv zeigten sich einmal mehr die Jugendfeuerwehren des Amtes. So hatten beispielsweise die Nachwuchskräfte des Bezirks Tolk nicht nur die Leistungsspange mit einem hervorragenden Ergebnis abgelegt, sondern auch bei der Jugendflamme alle drei Stufen mit Bravour bestanden.

Enttäuscht zeigte sich der stellvertretende Amtswehrführer Björn Wilke über das Fehlen eines Vertreters des Kreisfeuerwehrverbandes. „Offensichtlich gab es Terminüberschneidungen, die dazu geführt haben, dass niemand aus dem Vorstand teilnehmen konnte. Es wäre wichtig gewesen, mit einem Vertreter über die Problematik von Alarmierung und Digitalfunk aber auch über die noch offene Entscheidung zur Änderung der Beitragsbemessung der Zahlung des Kreises an den Landesfeuerwehrverband zu sprechen.“

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