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Sommerfest : Festpremiere als Liebeserklärung an den Scheersberg

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit einem Sommerfest dokumentierten zahlreiche Jugendliche ihre Liebe zum Scheersberg. Im Jugendbeirat des Fördervereins hatten sie die Veranstaltung organisiert.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 14:49 Uhr

Der Scheersberg sei ein Berg mit einer Ansammlung von Gebäuden. Das Besondere sind Menschen, die in der Jugendbildungseinrichtung Seminare besuchen, kreativ arbeiten und die Mitarbeiter und Dozenten in allen Bereichen. Scheersberg ist für viele Jugendliche zu einem Begriff für Kreativität und Selbstverwirklichung in einer besonders harmonischen Umgebung geworden. „Für mich ist der Scheersberg wie ein zuhause, eine Familie, die mich mit offenen Armen empfängt.“ Der Scheersberg ist für die 18-jährige Thora Lüthje Teil ihres Lebens.

Sechs Jahre war sie alt, als sie das erste Mal ein Musical-Wochenende besuchte. Inzwischen kommt sie mindestens sechsmal im Jahr zur Chorprobe, Musical-Wochenende oder als Jugendbeirat des Fördervereins der Jugendbildungsstätte. Neben Thora gehören dem Jugendbeirat Liv Hansen Olizeg, Marzena Petram, Vanessa Caton, Zora Hansen, Malek Hassani und Rosa Lunau an. Ihr Alter, zwischen 12 und 19 Jahre, ihr Motiv: Begeisterung für die Scheersberg-Aktivitäten.Es war 1997, als das, was die Jugendlichen zum Scheersberg zieht, auf der Kippe stand. Die Frage, ob das Land weiterhin die Bildungseinrichtung nachhaltig mitfinanzieren kann, bestimmte in der Region die Diskussion. Scheersberg-Nutzer und Mitarbeiter elektrisierte natürlich diese Diskussion. „Ein Leben und eine Region ohne diese europaweit geschätzte Einrichtung ist undenkbar“, lautete die Antwort vieler. Zu ihnen zählte auch Ulrich Ehlers, Dozent und stellvertretender Leiter der Einrichtung. „Wir wollten den Schlüssel nicht kampflos umdrehen und abschließen“, erinnert er sich. Ein Förderverein sollte helfen, die Einrichtung zu erhalten und im Notfall sogar übernehmen. Dazu kam es nicht, darüber ist auch die stellvertretende Vorsitzende Renate Olizeg heute froh. Der Förderverein konzentriert sich auf die finanzielle Förderung der Einrichtung und unterschiedlicher Projekte.

So wie sich die Bildungseinrichtung als Stätte der kreativen Jugendarbeit versteht, stand auch beim Förderverein der Aufbau eines Jugendbeirates ganz hoch im Kurs. „Wir dürfen nicht an den Jugendlichen vorbei planen“, argumentiert Renate Olizeg. In Gesprächen fand der Vorstand des Fördervereins Jugendliche, die begeistert vom Scheersberg sind und sich nach eine Findungsphase an die Arbeit machten – und das erste Scheersberg Sommerfest organisierten.

Ziel dieses Sommerfestes war die Zusammenführung verschiedener Gruppen, die im täglichen Ablauf in der Jugendbildungsstätte alleine ihre Veranstaltung durchführen. Vier Stunden Programmangebot ließen zahlreiche Gruppen, aber auch Interessierte auf den Scheersberg kommen. Hier erwartete die Besucher nach der Eröffnung durch das Klarinetten Ensemble „Figata“ ein Potpourri aus Mitmachaktionen, Stockbrot backen, musikalische Darbietungen des gemischten Chores Sörup und der Mitglieder des Jugendbeirates – und schließlich die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Verschiedene Gruppen berichteten unter dem Motto „Scheersberg – Deine Zeit“ über ihre Scheersberg-Aktivitäten und machten die Bandbreite, aber auch den hohen Stellenwert der Aktivitäten deutlich.

Nachdem der Leiter der Jugendbildungseinrichtung Karsten Biermann das neue Gästebuch des Jugendbeirates mit seiner Unterschrift eingeweiht hatte, wurden die Waldorfschule Flensburg, der gemischte Chor Sörup, das Kindermusical und die Mandela-Gruppe für ihre Arbeit auf dem Scheersberg ausgezeichnet. Fie Tova Olizeg hat mit einem Hutprojekt im Rahmen des Seminars Singen, Spielen Tanzen die Jury überzeugen können.

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