Festival für junge Künstler aus der Region

„Outdistance“ aus Eggebek spielten als dritte Band auf dem Sternrock-Festival in Tarp.
„Outdistance“ aus Eggebek spielten als dritte Band auf dem Sternrock-Festival in Tarp.

Zwei Bands und eine Solokünstlerin präsentierten Rock, Punk, Pop und Folk im Jugendfreizeitheim in Tarp

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19. November 2013, 00:36 Uhr

Zu einem Ort für Freunde des Rock, Pop und Punk wurde das Jugendfreizeitheim „Fritz“ in Tarp beim Sternrock-Festival. Das Mini-Festival bot zwei Bands und einer Solokünstlerin die Gelegenheit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und dass sie nicht zum ersten Mal vor Publikum auftraten, merkte man den Künstlern an – denn sie waren witzig, locker, gut gelaunt und sehr cool.

Rock, Alternative und Punk präsentierte die Rockband „Outdistance“ aus Eggebek, und „Skope“ aus Harrislee covern Hits von Green Day, Linkin Park und Shinedown. Julia Fischer aus Wanderup spielt aktuelle Pop-, Rock- und Folksongs und vor allem selbst geschriebene Stücke.

Olaf Peters, Jugendwart der Sternregion, der die Idee zu diesem Event hatte, sagte: „Beweggründe, dieses Festival auf die Beine zu stellen, gab es mehrere, einer war, zu erfahren, wen gibt es hier überhaupt?“ Ein Artikel im Flensburger Tageblattes rief im März dieses Jahres junge Musiker auf, sich für einen Auftritt zu bewerben. Einzige Bedingung war, dass die Bands keine menschenverachtenden oder gewaltverherrlichenden Texte singen. „Aber energiegeladen sollten sie schon sein“, betonte Olaf Peters.

Die licht- und tontechnische Betreuung und die Werbung übernahm die evangelische Sternregion, das sind die Kirchengemeinden Eggebek-Jörl, Oeverse-Jarplund, Sieverstedt, Tarp und Wanderup. Auf das „Fritz“ als Veranstaltungsort kam Peters, „weil ich die Leute hier kenne“. Bjarke, 14 Jahre, und Levin, 13 Jahre, kümmerten sich vor dem Auftritt der Musiker um die Tontechnik, darum, dass die Mikros funktionieren, die Balance zwischen Gitarrensound und Gesang stimmt und dass alles zusammen gut klingt. Es genüge eben nicht, dass die Musiker gut sind, meint Peters.

„Skope“ traten schließlich als erste auf. Der Bandname bedeutet so viel wie „Raum“, „Spielraum“ oder „Rahmen“. Justin (Schlagzeug), Michael (Gesang und Gitarre) und Robin (Gitarre und Bass) legten los und coverten unter anderm „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd, den berühmten Song gegen die Unterdrückung von Schülern.

Julia Fischer, auf einem Barhocker sitzend, zauberte mit Gitarre, einem bunten Songbuch voller Lyrics und ihrer atemberaubenden Stimme Club-Atmosphäre und sang am Ende ihres Auftritts das Stück „Zombie“ der irischen Rockgruppe Cranberries als Zugabe, einen Protestsong gegen den Nordirlandkonflikt.

Julia antwortete nach ihrem eindrucksvollen Auftritt auf die Frage, worum es in ihren selbst geschriebenen Liedern gehe: „Vieles, was ich erlebe, verarbeite ich als Song auf Deutsch. Mein Lied ,Dein Tag’ zum Beispiel, da geht es um einen Freund, der geschlagen wird, dem es gelingt, da rauszukommen.“

Die Band „Outdistance“ („überholen“, „abhängen“), das sind Marvin (Schlagzeug), Tom (Sänger), Jan (Bass), Till (Gitarre) und Nicolai (Gitarre), die als letzte nach einem kurzen Bühnenumbau und Soundcheck die vielen Zuhörer souverän unterhielten, bewiesen wie alle Künstler dieses Konzerts, dass die Musikszene sich um ihren Nachwuchs keine Sorgen machen muss.

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