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Schleswig : Festival der Klänge auf Schloss Gottorf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Knapp 1400 Teilnehmer treffen sich am 14. Juni in Schleswig zum Dänisch-Deutschen Musikschultag.

Musik verbindet. Über Grenzen hinweg. Zum dritten Mal kommen die Mitglieder von sieben dänischen und deutschen Musikschulen aus der Region Sønderjylland-Schleswig zu einem großen Festival zusammen – diesmal an der Schlei. Am Sonnabend, 14. Juni, wollen die vorwiegend jungen Musiker die Besucher auf Gottorf mit ihren Klängen erfreuen.

„Ich glaube, die Schlossinsel wird abheben“, zeigt sich Organisator Willi Neu, Leiter der Kreismusikschule Schleswig-Flensburg, geradezu euphorisch. Fast 1400 Musikerinnen und Musiker, darunter 400 von der hiesigen Schule, treffen sich zu diesem außergewöhnlichen Spektakel. An 16 Spielorten im und außerhalb des Schlosses werden die rund 100 Ensembles zwischen 11 und 17 Uhr zum Teil zeitgleich auftreten und so für insgesamt 35 Stunden Musik-Genuss sorgen.

Eröffnet wird der 3. Dänisch-Deutsche Musikschultag um 11 Uhr auf der Bühne des Landestheaters im Innenhof des Schlosses – mit der aus dem Fernsehen bekannten Eurovisionsfanfare. Zeitgleich werden auf den Außenbühnen Pop- und Rockbands sowie Blasorchester und Bigbands für lautere Töne sorgen. Ruhiger geht’s drinnen zu. In den Räumen der Sammlung Horn etwa greifen die Pianisten in die Tasten. Dort und auch im Kreuzstall wird jeweils ein Flügel aufgebaut. Die Streich- und Sinfonieorchester werden im Hirschsaal zu bewundern sein. Auch in der Nydamhalle und in der Schlosskapelle sind Konzerte geplant.

„Wir wollen erreichen, dass die Museumsbesucher von überall her Musik hören“, sagt Gottorf-Sprecher Frank Zarp. Tabu seien für die Musikschüler lediglich die Reithalle, wo der hohen konservatorischen Anforderungen unterliegende Gottorfer Codex ausgestellt wird, sowie die Gotische Halle wegen ihrer fragilen Altäre. „Ansonsten haben wir alle Wünsche ermöglicht.“ Anders als sonst bei Klassik-Konzerten dürfen sich die Gäste frei bewegen. Lebendigkeit ist Trumpf bei diesem Festival.

Erfreut zeigen sich die Organisatoren, dass Musikern wie Besuchern das 600-Mann-Festzelt der Friedrichsberger Schützengilde zur Verfügung steht – vor allem, falls das Wetter am 14. Juni nicht mitspielen sollte. Das Zelt wird für das am selben Tag beginnende Schützenfest ohnehin auf der Schlossinsel aufgebaut. Zarp hofft zum Musik-Marathon auf 7000 bis 8000 Besucher. „Das wird nach dem Landmarkt die zweite Großveranstaltung auf Gottorf innerhalb weniger Wochen.“

Einige dänische und deutsche Ensembles üben auch gemeinsame Auftritte ein – etwa Streicher aus Sonderburg und Schleswig. „In der Musik gibt es keine Sprachprobleme. Die Noten sind überall gleich“, betont Willi Neu. Dennoch ist er in diesen Tagen fleißig dabei, ein paar Brocken Dänisch zu lernen. „Wenn die Gäste aus Dänemark kommen, will ich sie zumindest in ihrer Sprache begrüßen können.“

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erstellt am 26.Mai.2014 | 07:59 Uhr

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