neue Kneipe in Schleswig : Feiern im „Black out Beauty“

Bringen Stimmung in den Laden: Andreas „Dicki“ Schulz (li.) und Ole Renz alias „Dr. Gonzo“.
Bringen Stimmung in den Laden: Andreas „Dicki“ Schulz (li.) und Ole Renz alias „Dr. Gonzo“.

Im Lollfuß hat eine neue Musikkneipe eröffnet – die Betreiber verstehen sie als „Mitmach-Laden“.

shz.de von
14. März 2018, 07:00 Uhr

Eine neue Anlaufstelle für Unternehmungslustige gibt es seit Kurzem im Lollfuß 98a. Das „Black out Beauty“ hat dort seine Türen geöffnet und heißt ein Publikum im Alter zwischen 18 und 99 Jahren willkommen, wie Andreas „Dicki“ Schulz aus Selk erklärt. Er betrieb bis 2016 sieben Jahre lang erfolgreich die „Schaubude“ in Kiel. „Vor zwei Jahren brauchte ich eine Pause. Ich verkaufte den gut laufenden Laden und war erst einmal ein Jahr lang auf Weltreise“, erzählt er. Eigentlich wollte er anschließend auch nicht wieder in das Veranstaltungsmanagement einsteigen. Als jedoch sein langjähriger Freund Andi Voigt aus Schleswig um Hilfe bat, wurde er schwach. Voigt betrieb im Lollfuß 98a zuvor die Kneipe „Zum bärtigen Mann“.

„Es ist interessant herauszufinden, welche Art von Veranstaltungen in Schleswig gefragt sind. Sicherlich ist nicht automatisch ein Konzept übertragbar, das in Kiel gut klappt“, so Schulz. Livemusik scheint zumindest in beiden Städten zu funktionieren. Zur Eröffnung vor gut vier Wochen gab es jedenfalls ein gut besuchtes Konzert der Kieler Band „Rio Bravo“. Auch unter der Woche ist das Lokal geöffnet. Speisen gibt es im „Black out Beauty“ allerdings nicht, dafür eine Vielzahl von alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken. Darunter auch einen ganz besonderen Wodka und Gin einer kleinen Destille aus Erfurt.

Schulz versteht die Location als „Mitmach-Laden“, was bedeutet: Wer immer eine Idee zu einer Veranstaltung hat, kann mit Andy oder Andi Kontakt aufnehmen. So kam auch der Schleswiger Ole Renz mit „Dicki“ ins Gespräch. Als „Dr.  Gonzo“ legte er am vergangenen Sonnabend das erste Mal öffentlich auf. Nicht nur er, auch das Publikum feierte dazu anständig.

Bei der Musikrichtung legt sich das „Black out Beauty“ nicht fest. Während am vergangenen Sonnabend zu Bands wie „Pearl Jam“, „No Doubt“ und „Papa Roach“ getanzt wurde, werden am 24.  März Funk und Soul im Lollfuß zu hören sein. Nur ein Genre wird der Laden nach Aussage von Schulz definitiv nicht bedienen. „Musik von den ‚Böhsen Onkelz‘ oder ‚Freiwild‘ wird in diesem Laden nicht gespielt, denn diese Bands sind in meinen Augen rechtspopulistisch oder spielen zumindest mit diesem Ruf“, sagt er.

Neben der Hoffnung, so das gewünschte Publikum anzusprechen, haben die Betreiber auch die Nachbarn im Lollfuß im Auge. Sicherheitspersonal vor den Türen der Nichtraucherkneipe sorgt dafür, dass die Gespräche während der Zigarette nicht in übertriebener Lautstärke stattfinden. Im Laden darf die Stimmung dann aber gern ausgelassen sein.

Philipp aus Schleswig war in den ersten vier Wochen seit der Eröffnung des „BoB“ schon mehrfach Gast. „Ein sehr schöner Laden ist das geworden“, sagt er, während er mit seinen Freunden eine Runde Tischkicker spielt. Unterschiedliche Angebote wie Dartturniere (donnerstags), DJ-Workshops (31. März) oder der Musikflohmarkt (1. April) sollen dafür sorgen, möglichst viele Gäste in den frisch renovierten Räumen begrüßen zu können.

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