„Stadtpalava Summer Rave“ : Feiern bis zum Morgengrauen

Sie tanzten den Regen fort: Die feierwütigen Gäste der Open-Air-Party.
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Sie tanzten den Regen fort: Die feierwütigen Gäste der Open-Air-Party.

Über 600 Freunde elektronischer Musik kamen am Sonnabend auf der Freiheit.

shz.de von
06. Juli 2015, 07:50 Uhr

Für Fans von elektronischer Musik gab es am Sonnabend auf dem Gelände des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) auf der Freiheit von 14 Uhr bis zum nächsten Morgen Party bis zum Abwinken. Beim ersten „Stadtpalava Summer Rave“ legten insgesamt neun DJs aus ganz Deutschland auf. Von House bis Techno wurde dabei einiges geboten. Zum Line-up zählten „Andy Regler“, „Taracho & Rangø“, „Arts & Leni“ und „Beatamines“. Den Abschluss machte dann Mit-Veranstalter Christian Probst als „Christian Leik“.

Bereits vor Einlass standen zahlreiche Besucher vor den Toren des Geländes Schlange. Der Eintritt war „zur Sicherheit“ ab 18. „Wir wollten Ärger mit Minderjährigen unbedingt vermeiden, da wir ja auch stärkere alkoholische Getränke verkaufen“, so Probst. An zwei Bars wurden alkoholische und nicht-alkoholische Getränke ausgeschenkt. Wasser gab es – wegen der Hitze – an mehreren Stellen kostenlos zum Selbst-Nachfüllen. Karsten Preik von „Mama Mampf“ sorgte mit seinem Grillstand für das leibliche Wohl. Der begeisterte Fan elektronischer Musik ist nebenbei auch für das „Bachblyten Festival“ verantwortlich, das vom 31. Juli bis zum 2. August in Schwesing stattfindet.

Die Stimmung unter den Besuchern war durchweg ausgelassen und positiv. „Die Musik und die DJs sind super“, fand Marcel (22) aus Schleswig. Er und seine Freunde waren über soziale Netzwerke auf die Feier aufmerksam geworden. Sie waren sich einig: „Die Party ist echt geil. Hoffentlich machen die das irgendwann nochmal!“

Im Verlauf des Abends füllte sich der Platz von Zeit zu Zeit stetig. Wer sich bei der Hitze vom Tanzen erholen wollte, konnte sich unter einem der zahlreichen aufgespannten Tarnnetze im schattigen Gras oder auf dem gemütlichen Sofa ausruhen. So zum Beispiel Tanja Grade (38), die mit über 20 Bekannten anreiste, zu denen auch Ü-40- und Ü-50-Jährige gehörten. „Die alte Garde gibt nochmal Gas!“

Gegen Abend wurde es dann doch noch etwas kühler. Die Gewitterwolken zogen aber zum Glück südlich der Schlei vorbei. Alle, die noch eine der heiß begehrten Karten für die Aftershow-Party ergattern konnten, durften dann ab 0 Uhr im Café 35 weiterfeiern. Dort legten bis um 8 Uhr morgens „Coeter“, „Aniina“, „Joe Bloxx & Tommy Atkins“ sowie „Sascha Hermann“ auf. Für alle anderen hieß es also leider bereits um Mitternacht: Ab nach Hause!

Christian Probst vom Veranstalter-Team war am Ende „megazufrieden“. „Wir hatten vorher bereits über 350 Karten verkauft.“ Insgesamt waren wohl „weit über 600 Leute“ da. Für ihn stand fest: Die Veranstaltung ist „richtig, richtig gut angekommen.“ Die Besucher seien froh gewesen, dass es „zwischen Flensburg und Hamburg endlich mal ein größeres Event in dieser Richtung“ gegeben habe. Dieses verlief den gesamten Tag über problemlos. „Der Notarzt musste kein einziges Mal geholt werden.“

Einziger Kritikpunkt aus Veranstaltersicht war die Größe des Geländes. „Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall versuchen, eine kleinere Fläche zu bekommen. Die Leute waren diesmal einfach zu weit verteilt.“

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