von Kropp nach Chicago : Fast zu viel „American Way of Life“

Die Kropper Gruppe vor der „Tri County Highschool“ zusammen mit Gasteltern, Lehren und Stadtvertretern.
Die Kropper Gruppe vor der „Tri County Highschool“ zusammen mit Gasteltern, Lehren und Stadtvertretern.

Kropper Feuerwehrmusiker erkunden die USA – samt Essgewohnheiten.

Avatar_shz von
19. Juli 2014, 07:00 Uhr

Die Kropper Feuerwehrmusiker lernen den „American Way of Life“ kennen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Chicago erreichte die Gruppe ihre erste Station Howard City in der Mitte von Michigan, wo die Teilnehmer der ungewöhnlichen Reise von ihren Gastfamilien empfangen wurden. Nun haben sie drei Tage Zeit, um sich einzugewöhnen. Ihre Gastgeber tun ihr Bestes, um die Gäste zu unterhalten: Kanu- und Speedbootfahren auf dem Muskegon River, Wandern im Naturpark, das Grillen riesiger Steaks und der Besuch einer der großen Amish-People-Siedlung gehörten zum Programm.

Insbesondere die jungen Bandmitglieder verfolgtem die Einweisung in das amerikanische Schulsystem mit großem Interesse. Die 1300 Schüler der „Tri County Highschool“ in Howard City kommen aus einer Region, die so groß ist wie das nördliche Schleswig-Holstein. Überwältigt waren alle vom Kursangebot der Schule: Es gibt eine Marching Band mit mehr als 100 Mitgliedern, Jazzbands und Football-, Baseball-, Basketball- und neuerdings Soccerteams, Ballett- und Cheerleader-Unterricht, um nur einige zu nennen. Und alle Teams nennen sich „Vikings“. Obwohl sich die dortigen Schüler seit Juni in den zwölfwöchigen Ferien befinden, laufen die Kurse weiter – für alle Besucher an deutschen Schulen fast unvorstellbar. Die Schule vibriert vor Aktivitäten.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch beim Gastgeber „Blue Lake Fine Arts Camp“ in einer abgelegen Waldregion. Mehr als 6000 Kunststudenten durchlaufen in den Sommermonaten das Camp – unter ihnen ein junger Kropper: Simon Branscheidt, Sohn des Kropper Kantorehepaares, hatte ein Stipendium der Band nutzen können, um dort seine Trompetenausbildung zu verfeinern und anschließend eine Woche bei amerikanischen Gasteltern zu verbringen.

Mit Konzerten in allen Orten werden sich die Kropper Besucher bei ihren Gastgebern bedanken. Was den Gästen aus Kropp schon nach wenigen Tagen auffiel: Es wurde überwiegend Fastfood angeboten – das war vielen schon fast zu viel „American Way of Life“.

Das nächste Ziel der Kropper Band ist Milwaukee – eine Stadt, die von deutschen Einwohnern geprägt ist. Dort sind kaum englische Sprachkenntnisse gefordert, denn fast alle Gastgeber sprechen deutsch – manche haben Vorfahren aus der Kieler Region und können sich sogar noch auf Platt unterhalten.

Erst Ende Juli wird man sich auf den Rückweg machen. Schon jetzt spielen einige der Teilnehmer mit dem Gedanken, dann erst einmal in den Erholungsurlaub zu gehen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen